Es gibt nicht genug Lithium für Elektroautos

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Es gibt nicht genug Lithium für Elektroautos
Datum: 04.07.2022 - 12:23 Uhr

[Siehe hierzu Beiträge »Blackout News«, »Handelsblatt«]

Die E-Mobilitäts-Fetischisten insbesondere in Deutschland versuchen, der Menschheit den Bären von ihrer angeblich sauberen Technologie aufzubinden. Unterschlagen wird dabei, dass man zur Gewinnung des Lithiums der indigenen Bevölkerung Südamerikas das Trinkwasser abgräbt, dass zur Gewinnung des Kobalts in den Minen zentralafrikanischer Staaten Kinder schuften müssen, die dort wie Skalven gehalten werden und dass zur Gewinnung der seltenen Erden die Abbaugebiete mit radioaktiver Bestrahlung in einem Ausmaß beschossen werden, dass dort in den nächsten Jahrhunderten nicht ein einziger Grashalm mehr wachsen wird. 

Jetzt aber kriegen jene Fetischisten von ganz anderer Richtung einen Knüppel zwischen die Beine geworfen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat berechnet, dass die hochtrabenden Ziele der Berliner (H)Ampelmänner hinsichtlich des Ziels von 15 Millionen zugelassener Elektroautos in Deutschland bis 2030 nicht realisierbar ist. Es fehlt schlicht  und ergreifend an der ausreichenden Menge Lithiums für die Batterien.

Michael Schmidt von der BGR drückt es wie folgt aus: »Selbst wenn alle aktuell geplanten und im Bau befindlichen Projekte im Zeitplan umgesetzt werden und wir von einem mittleren Nachfragewachstum ausgehen, werden wir nicht genug Lithium haben, um die weltweite Nachfrage 2030 zu decken.«

Nach den Untersuchungen und Berechnungen der Rohstoffexperten wird die Nachfrage nach Lithium in den kommenden Jahren weltweit auf eine Größenordnung von mindestens 316.000 bis zu mehr als 550.000 Tonnen pro Jahr ansteigen. Im Jahr 2020  betrug die weltweite Lithium-Produktion gerade einmal 82.000 Tonnen. Dabei gehen gut 90 Prozent in die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos. 

Sollten sich die Zahlen der Experten bewahrheiten,  so werden 2030 im ungünstigsten Fall bis zu 300.000 Tonnen Lithium pro Jahr fehlen. Selbst im optimistischten Szenarios würden immer noch  90.000 Tonnen mehr fehlen, als aktuell im Jahr gefördert wird. Und: Die weltweit bekannten Lithiumreserven sehen sie bereits bei 25 Millionen Elektrofahrzeugen vollständig ausgeschöpft, heißt es seitens des britischen »Advanced Propulsion Centre« (APC).

Sven von Storch

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