Erste Militäreinheiten rufen zum Widerstand gegen Maduro auf
Erste Militäreinheiten rufen zum Widerstand gegen Maduro auf
Datum: 07.08.2017 - 07:50 Uhr
In Venezuela rückt die Gefahr eines Bürgerkriegs immer näher. Der sozialistische Machthaber Nicolas Maduro hat das vom Volk gewählte Parlament, die von der Opposition beherrschte Nationalversammlung, quasi entmachtet und die neue, aus den Reihen seiner Anhänger gebildete »Verfassungsgebende Versammlung« vorgeschaltet. Dieses neue Gremium soll eine Gesetzesreform ausarbeiten, die ihm, Maduro, noch mehr Macht einräumt. Die Opposition wirft ihm vor, eine Diktatur nach kubanischem Vorbild einer Einparteien-Diktatur errichten zu wollen.
Allerdings weht Maduro und seinem Regime ein stets stärker werdender Wind entegegen. Die Bevölkerung geht seit Wochen und Monaten auf die Straße und demonstriert gegen Maduro. Ein Streik nach dem anderen legt das Leben in Venezuela lahm. Der Außenhandel ist fast zum Erliegen gekommen, es fehlt an Waren, an Lebensmitteln und vor allem an Einnahmen aus dem Erdölhandel. Venezuela ist das Land mit den größten Erdölreserven, kann es aber aktuell weder fördern noch verkaufen. Daraus resultiert eine Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes.
Doch darüber hinaus wird die Luft für Maduro in Venezuela und bei den Nachbarländern immer dünner. Eine erste Militäreinheit in Valencia, der drittgrößten Stadt des Landes, hatte zum Widerstand gegen Maduro aufgerufen. Die Männer konnten nach einem kurzen Feuergefecht mit Maduro-Schergen von diesen überwunden werden und wurden festgenommen. Doch es zeigt sich, dass nicht alle Militärs unkritisch den Kurs Maduros´ mitgehen wollen.
Aus dem Nachbarland Kolumbien wird Maduro in aller Deutlichkeit angezählt. Der kolumbianische Staatschef Juan Manuel Santos wirft Maduro totale Inkompetenz und absolutes Versagen vor. Die Schaffung der umstrittenen »Verfassungsgebenden Versammlung« bezeichnet Santos klar und deutlich als »diktatorischen Akt«. Die Mitgliedschaft Venezuelas im südamerikanischen Wirtschaftsbund Mercosur wurde wegen Verstößen gegen demokratische Prinzipien dauerhaft auf Eis gelegt.
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