Erste deutsche Mainstreammedien gehen auf Distanz zu den Seenotrettern

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Erste deutsche Mainstreammedien gehen auf Distanz zu den Seenotrettern
Datum: 09.07.2019 - 12:04 Uhr

Die in Deutschland ansässigen selbsternannten »Seenotrettungsmissionen« wie Sea Watch oder Sea Eye sind auf Spendengelder angewiesen. Dazu ist es wichtig, dass ihre Darstellung in den Medien positiv ist. Bisher spielten auch sämtliche Mainstreammedien hierzulande das Hohelied auf die angeblich ach so uneigennützigen »Retter«, die Tag und Nacht vor der libyschen Küste kreuzen, um dort »Schiffbrüchige« aufzunehmen und sicher in die EU zu geleiten.

Doch spätestens seit der ideologisch motivierten Kreuzfahrt von Carola Rackete, die 16 Tage lang im Mittelmeer herumkurvte obwohl sie angeblich Menschen an Bord hatte, die dringend medizinischer Versorgung bedurften und der von der internationalen Seefahrtsbehörde ein sicherer Hafen zugewiesen war, gehen sogar hier in Deutschland die ersten Mainstreammedien auf vorsichtige Distanz zu den »Rettern«.

Man traut sich zwar (noch) nicht, diese Gesellschaften für ihr Vorgehen direkt zu kritisieren, stellt aber zum Beispiel beim Tagesspiegel fest, dass dieses Festhalten an der jetzigen Linie Deutschland politisch mehr und mehr isoliere. In dem Bericht zieht man Parallelen zum September 2015, als Merkel mit ihrem recht- und gesetzbrecherischen Alleingang Deutschland politisch komplett isoliert hatte.

Vor allem der Umgang der »Helfer« mit Recht und Gesetz wird für Mainstreammedien überaus bemerkenswert scharf kritisiert. So heißt es beim Tagesspiegel wörtlich: »Die Berufung auf Rechtsnormen wirkt selektiv. Wenn sie dem eigenen Standpunkt nutzen, sollen sie Gewicht haben; wenn nicht, werden sie ignoriert oder darf man sie aus Gewissensgründen missachten.« Für ein Medium wie den Tagesspiegel eine wahrhaft sehr kritische Position.

In der Umfrage zu dem Bericht sprechen sich 22,5 Prozent der Teilnehmer dafür aus, dass die Mitgliedstaaten der EU künftig weniger »Flüchtlinge« aufnehmen sollen. 32,1 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen gar keine »Flüchtlinge« mehr aufnehmen. Auch das ist ein klares Stimmungsbild.

Sven von Storch

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