Erste Bischofsweihe nach Abkommen
Erste Bischofsweihe nach Abkommen
Datum: 30.08.2019 - 09:21 Uhr
Ein chinesischer Priester der Chinesischen Katholischen Patriotischen Vereinigung wurde mit Papst Franziskus Erlaubnis zum Bischof geweiht.
Es handelt sich um den ersten Bischof, der nach dem kontroversen Vatikan-China abkommen geweiht worden ist, P. Antonio Yao Shun, 54, empfing die Bischofsweihe in der Kathedrale von Jining, der Vatikan bestätigte, dass er mit päpstlichem Mandat geweiht worden wäre, wie LifeSiteNews berichtet. Matteo Bruni, Pressesprecher des Vatikans erklärte dazu: »Die Bischofsweihe von Msgr. Antonio Yao ist die erste Bischofsweihe, die im Rahmen des provisorischen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China stattgefunden hat, die am 22. September 2018 in Beijing unterzeichnet wurde.«
Unklar ist, welche Rolle der Papst bei der Ernennung hatte, da der Text des Abkommens weiterhin geheim bleibt. Starke Kritik und Zweifel daran, ob das Abkommen eine kluge Entscheidung war, prasselten in den Medien auf den Vatikan ein.
Steven Mosher, ein Spezialist für die Katholische Kirche und die politische Situation in China, nahm entschieden Stellung gegen das Abkommen ein [Freie Welt berichtete].
Die gut informierte Nachrichtenseite AsiaNews berichtete hingegen, dass Yao Shun bereits lange vor dem Abkommen von Papst Franziskus zum Bischof ausgewählt worden war und er damit vom Abkommen überhaupt nicht betroffen ist.
»Wenn die Berichte wahr sind, dann wäre es nicht korrekt zu sagen, dass es die erste Weihne seit dem China-Vatikan Abkommen war, da Msgr. Yao bereits ein Bischof war,« kommentierte Mosher auf LifeSiteNews. »Es würde einfach bedeuten, dass Beijing ihn als ‘patriotischen’ Bischof anerkannt hat, ein Bischof, der bereits im Vorfeld vom Papst ernannt worden war. Dies würde natürlich eine positive Entwicklung in sich darstellen, aber es sollte nicht so gedeutet werden, als ob das Abkommen bezüglich von Bischofsernennungen funktioniert hat. Das kann nur gesagt werden, wenn Beijing zukünftige Bischöfe auswählt, die der Papst dann bestätigt,« fügte Mosher hinzu. Wenn das der Fall wäre, hätte zudem das Pressebüro des Heiligen Stuhls einen falschen Zusammenhang hergestellt.
Kardinal Joseph Zen, einer der ranghöchsten Kritiker des Vatikan Abkommens mit China, zeigt sich derweil besorgt. In einem harschen Artikel für die New York Times, nannte Zen das Papst-Abkommen mit China »eine Einladung zur Vernichtung der wahren Kirche in China.«
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