Erneuter Stromausfall in Venezuela
Erneuter Stromausfall in Venezuela
Datum: 23.07.2019 - 11:21 Uhr
Venezuelas Wirtschaft ist schwer angeschlagen, gleiches gilt für das Regime von Nicolás Maduro. An allen Ecken und Enden fehlt das Geld, obwohl das Land die üppigsten Erdölreserven auf unserem Erdball vorweisen kann. Doch es gibt kaum noch Staaten, die mit dem sozialistischen Regime des Landes Geschäfte machen wollen. Nahrungsmittel, Medikamente, Werkstoffe - alles wird knapp in Venezuela. Die Währung des Landes wird von Tag zu Tag weniger wert, die im Ausland deponierten Reserven werden eingefroren. Eine Konsequenz daraus ist, dass auch für Wartungsarbeiten innerhalb des Landes kein Geld mehr da ist.
Der jetzige landesweite Ausfall des Stromnetzes wäre daher nicht weiter verwunderlich und kaum eine nähere Betrachtung wert. Aber durch die Stellungnahme eines Sprechers des Maduro-Regimes ändert sich die Sachlage gravierend. Nicht etwa die eingangs erwähnten Gründe würden für den in diesem Jahr bereits zweiten landesweiten Stromausfall (bereits im März war ganz Venezuela für etwa 100 Stunden ohne Strom) angeführt.
Im staatlichen Fernsehsender VTV führte Informationsminister Jorge Rodriguez aus, erste Hinweise deuteten auf einen elektromagnetischen Angriff auf das Wasserkraftsystem hin. Aus dem Ausland unterstützte »Saboteure« seien am Werk gewesen, so Rodriguez. Man werde mit voller Härte gegen die Feinde des Landes vorgehen, die Sicherheitskräfte würden für Frieden sorgen.
Erwartungsgemäß sieht die demokratische Opposition des Landes die Lage ganz anders: »Sie (die Machthaber) haben die Tragödie mit Rationierung im ganzen Land zu verheimlichen versucht, aber das Versagen ist offensichtlich: Sie haben das Stromnetz zerstört und haben keine Antworten«, twitterte Guaidó am Montag. »Wir Venezolaner werden uns nicht an diese Katastrophe gewöhnen.«
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