Erneuter Raketenabschuss in Nordkorea
Erneuter Raketenabschuss in Nordkorea
Datum: 17.11.2022 - 09:38 Uhr
Während man sich in Europa darüber streitet, wer für den Tod zweier polnischer Landarbeiter durch den Beschuss mmit einer Flugabwehrrakete verantwortlich ist (Fakt ist, die Rakete wurde von ukrainischen Einheiten abgefeuert) und sich darüber mächtig echauffiert, geht ein kleiner, etwas rundlicher Diktator im Fernen Osten hin und rotzt eine mit atomaren Sprengköpfen ausrüstbare Rakete nach der anderen ins Japanische Meer. Darüber redet man in Bali nicht. Das ist ja auch offensichtlich völlig unwichtig, dass der offenbar psychisch mindestens leicht gestörte Kim Jong-Un dieses Jahr über 50 solcher Raketen abgefeuert hat. Es ist scheinbar irrelevant, dass diese Raketen dicht besiedelte Gebiete in Japan und Südkorea erreichen können. Was der Einschlag einer Atomrakete in einer Stadt bedeutet, wissen die Japaner nur zu deutlich. Deswegen sind sie bei derlei Aktionen des nordkoreanischen Diktators besonders aufmerksam.
Ihr Problem: die Biden-Administration kann sich offensichtlich nur auf einen »Feind« konzentrieren. Möglicherweise ist ihr höchster Repräsentant des Multi-Taskings nicht mehr fähig, sodass die Betrachtung von Russland UND Nordkorea sein Fassungsvermögen übersteigt. Anders lässt es sich kaum erklären, dass der Onkel-Mörder in Pjöngjang trotz gegenlautender UN-Resolutionen mit Raketen nur so um sich werfen kann, ohne dass irgend etwas passiert.
UN-Sanktionen? Fehlanzeige! Einfrieren der Auslandskonten? Nö! Verurteilung der Raketenabschüsse? Eisiges Schweigen! Die einzigen, die wirklich aufmucken, sind die Japaner, vor deren Westküste eine Rakete nach der anderen niedergeht und die Südkoreaner. Denn die wissen ganz genau, dass sie das erste Ziel von Kim Jong-Un und seinen Allmachtsphantasien sein werden.
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