Erkelenzer Stadtrat erfindet angeblich rechtsextreme Hetzjagd gegen sich

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Erkelenzer Stadtrat erfindet angeblich rechtsextreme Hetzjagd gegen sich
Datum: 05.09.2022 - 09:58 Uhr

Wer bei den Öko-Sozialisten von sich reden machen will, der muss sich etwas einfallen lassen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Da helfen schon mal gefälschte Lebensläufe oder ähnliche Dinge. Das dachte sich wohl auch Manoj Subramaniam, Stadtrat in Erkelenz. Er war bisher nicht sonderlich augefallen oder ins Licht der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten. Dem galt es - aus seiner Sicht - Abhilfe zu schaffen. Nichts ist dabei hilfreicher, als eine angeblich rechtsextreme Hetzjagd. Das Problem für Subramaniam: es fanden sich keine »Rechtsextremen«, die auf ihn Jagd machen wollten. Doch eine Lösung lag nahe. Er inszenierte die Hetzjagd einfach selbst.

Laut einem Bericht des Focus verfasste der Öko-Sozialist aus Erkelenz die erhaltenen Morddrohungen selbst. Er meldete angeblich aufgeschlitzte Reifen seines Autos bei der Polizei udn gab an, er habe Rasierklingen in seiner Post aufgefunden. Auch Hakenkreuzschmierereien seien dabei gewesen, man habe ihn als Juden beschimpft, ihm den 1. September als seinen Todestag avisiert. Alle Briefe seien unterzeichnet gewesen von einer Gruppe mit dem Namen »NSSU 2.0«.

Der Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf und stellte Subramaniam unter Personenschutz. Noch bevor überhaupt die ersten Erkenntnissse vorlagen, sprangen Altparteienvertreter unreflektiert dem »Verfolgten« bei. Er selbst reizte die von ihm inszenierte Geschichte noch weiter aus, in dem er sich »mutig« in der lokalen Presse äußerte, dass »diese Menschen mich nicht mundtot bekommen.«

So wirklich viel Mut brauchte es dazu nicht, denn jetzt ist das ganze Kartenhaus zusammengebrochen. Subramaniam hat die ganze Geschichte von A bis Z selbst aufgebaut, es war alles erstunken und erlogen. Oder wie es die Sprecherin der Staatswanwaltschaft Mönchengaldbach formvollendeter ausdrückt: »Im Rahmen der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass es nicht zu den angezeigten Straftaten kam, diese vorgetäuscht waren und eine Bedrohungslage nicht vorlag.«

Sven von Storch

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