Erdrutschartige Verluste für CDU prognostiziert
Erdrutschartige Verluste für CDU prognostiziert
Datum: 23.03.2022 - 10:22 Uhr
Das Saarland ist das kleinste Flächenbundesland der Bundesrepublik Deutschland. Auf 2.570 Quadratkilometer verteilen sich nicht einmal eine Million Einwohner, weniger also als zum Beispiel in Köln. Am kommenden Sonntag wählen die Saarländer ihren neuen Landtag. Prognosen zufolge wird die Wahl eine schallende Ohrfeige für die bisher den Ministerpräsidenten (Tobias Hans) stellende CDU. Sie wird, da sind sich die Umfrageinstitute überraschend einig, zweistellig verlieren.
Gewinner wird der bisherige Juniorpartner der sogenannten Großen Koalition, die SPD von Anke Rehlinger. Rehlinger ist in der Vergangenheit nicht durch besonders gute Politik aufgefallen. Ihr Bonus: sie hat sich von den ganzen Querelen der Bundes-SPD fern gehalten und ausschließlich Politik im Saarland betrieben. So konnte sie sich selbst nicht verheizen. Zudem spielt ihr das Posten-Geschachere der CDU in die Karten: der aktuelle Ministerpräsident Hans war ja nicht von den Saarländern ins Amt gewählt worden, sondern wurde als Platzhalter nach dem Abgang von AKK nach Berlin auf seinen Posten gehievt.
Die maßgeblich von der SPD zu verantwortende Preistreiberei, vor allem bei den Treibstoffen, hat im Saarland keinen besonders großen Einfluss. Zum Tanken fahren die Saarländer einfach kurz über die Grenze nach Luxemburg. Selbst von im äußersten Osten des Landes gelegenen Homburg sind es gerade einmal etwa 60 Kilometer bis nach Luxemburg. Da kostet der Liter Benzin 1,89 Euro, also satte 20 Cent weniger als hierzulande. Da lohnt sich der Kurzbesuch im Großherzogtum durchaus.
Für die anderen Parteien ist im Saarland nicht viel zu holen: Grüne, FDP, Kommunisten und Freie Wähler kämpfen um den Einzug ins Parlament; die mehrfach umbenannte SED wird wohl scheitern. Die AfD wird mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2017 rechnen dürfen und den Einzug ins Parlament sicher schaffen.
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