Erdogans Vormarsch in Syrien geht unbeirrt weiter
Erdogans Vormarsch in Syrien geht unbeirrt weiter
Datum: 25.01.2018 - 07:16 Uhr
Rüstungsgüter »Made in Germany« beherrschen aktuell die Szenerie in Nordsyrien. Dort lässt der tückische Alleinherrscher Erdogan unter vollständiger Missachtung des Völkerrechts seine Armee wüten und Dörfer sowie einzelne Häuser beschießen, in denen seine Schergen Stellungen und Soldaten der Kurdischen Volksverteidigungeinheit YPG vermuten. Mit schweren Artilleriegeschützen wird auf zivile Gebäude geschossen, Tote unter der Zivilbevölkerung werden leichtfertig in Kauf genommen.
Erdogan bezeichnet die YPG als Terroristen; hat diese Ansicht allerdings relativ exklusiv. Denn exakt diese YPG war einer der stärksten Verbündeten der USA beim Kampf gegen das Terrornetzwerk IS/DAESH. Etwa 65.000 Soldaten gehören der YPG an. Besondere Bekanntheit erlangten die sogenannten Fraueneinheiten (YPJ), die sich in großer Zahl dem bewaffneten Kampf gegen Verschleppung, Vergewaltigung und Versklavung durch die Islamisten angeschlossen hatten. Alleine sie stellen etwa 25.000 Soldatinnen.
Ein größeres Thema ist der Bruch des Völkerrechts durch Erdogan allerdings nicht. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos standen andere Themen im Vordergrund. Kanada drückt einen sogenannten Freihandelsvertrag durch und Merkel schwafelt etwas von der Vermeidung politischer Alleingänge einzelner Staaten. Ausgerechnet Merkel. Schließlich war es doch sie, die im September 2015 im völligen Alleingang zahlreiche in Deutschland geltende Gesetze und etliche multinationale Abkommen mit ihrem »Wir schicken niemanden zurück!« außer Kraft setzte.
Doch das ihr Spezi Erdogan völlig ungeniert in ein Nachbarland einfällt und dort Frauen und Kinder morden lässt, ist Merkel nicht einmal eine minimale Erwähnung wert.
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