Erdogan will Hagia Sophia in Moschee verwandeln
Erdogan will Hagia Sophia in Moschee verwandeln
Datum: 08.04.2019 - 11:54 Uhr
Recep Tayyip Erdogan, türkischer Alleinherrscher und Despot, will und wird sein Land zurück in längst vergangene Zeiten führen. Der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, hatte das bereits 1923 erkannt und ging entsprechend auf Distanz. Die oft zitierten und ihm in den Mund gelegten Worte "Der Islam gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Diese Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet" stammen aus dem Jahr 1954 und noch dazu aus der Feder eines französischen Journalisten, der sie Atatürk zuordnete - sie belegen aber eindeutig dessen Distanz zu dem Islam.
Erdogan, der bereits etliche Elemente der von Atatürk geschaffenen modernen Türkei eliminiert und zahlreiche Grundrechte ersatzlos abgeschafft hat, ändert die Türkei ebenfalls: rückwärtig orientiert. Neben den abgeschafften Grundrechten gehören auch die Fantasien eines großtürkischen Reiches zu den besonderen Gedanken des Despoten. Der Einmarsch in den Norden Syriens ist ein solcher Schritt.
Die Türkei soll zudem in einen islamischen Staat umgewandelt werden. Zwangs- und Gewaltaktionen gegen andersgläubige Gruppen, insbesondere Christen, haben in der Türkei in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich zugenommen. Neueste "Idee" von Erdogan ist es, die seit 1935 als konfessiongsübergreifendes Museum fungierende Hagia Sophia, die einstige Krönungskirche der byzantinischen Kaiser, in eine Moschee umzuwandeln. Mit diesem Schritt stellt sich Erdogan auf eine Stufe mit den muslimischen Imperialisten, die Byzanz 1453 eroberten, die Bevölkerung des damaligen Byzanz niedermachten und die Schätze der Hagia Sophia plünderten, um sie in eine Moschee zu verwandeln.
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