Erdogan und Orbán in Schweden-Frage einig
Erdogan und Orbán in Schweden-Frage einig
Datum: 22.08.2023 - 11:16 Uhr
Bei einem Treffen zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und dem tückischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Sonntag in Budapest einigten sich die beiden Staats- und Regierungschefs darauf, keine Entscheidungen über einen möglichen NATO-Beitritt Schwedens in diesem Sommer zu treffen. Laut dem ungarischen Handelsminister Péter Szijjártó bestehen beide darauf, dass eine Entscheidung über die Ratifizierung erst im Herbst dieses Jahres getroffen wird, und verweisen auf die Tatsache, dass sich die Parlamente beider Länder in der Sommerpause befinden.
Für die Biden-Militärs ist das ein weiterer Rückschlag in ihren Planspielen. Sie hatten sich bereits die schwedischen Inseln als stationäre »Flugzeugträger« für ihre Kampfjets und strategischen Bomber ausgeguckt. Zudem hatten sie von Schweden die Überlassung ganzer Landstriche zur Errichtung reiner US-Kampfbasen ausbedungen, auf denen ausschließlich US-Recht gelten solle. Sozusagen exterritoriale Gebiete auf schwedischem Boden ohne schwedisches Recht.
Diese Forderungen kommen bei den Schweden gar nicht gut an, sodass die schwedische Regierung durch die gemeinsame ungarisch-türkische Erklärung noch einmal Bedenkzeit erhält, ob sie selbst überhaupt noch den Beitritt nur NATO anstrebt. Denn fremde Soldaten auf schwedischen Boden gab es letztmals, als die südliche Provinz Schonen noch zu Dänemark gehörte - und das war mit dem Frieden von Roskilde 1658 beendet.
Auch die Ankündigung der US-Militärs, Atomwaffen oder strategische Waffensysteme, die Atomwaffen tragen können, in Schweden zu stationieren, stößt in der dortigen Bevölkerung weitestgehend auf Ablehnung. Im Land herrscht durchaus Misstrauen gegenüber Russland; aber ob dieses Misstrauen so weit geht, Atomwaffen im eigenen Land zuzulassen, darf durchaus bezweifelt werden.
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