Erdogan-Soldaten morden erneut in Syrien
Erdogan-Soldaten morden erneut in Syrien
Datum: 11.02.2020 - 10:10 Uhr
Der türkische Alleinherrscher Erdogan setzt seinen Traum einer Großtürkei weiter fort. Im Norden Syriens haben seine Soldaten etliche Militärposten errichtet, aus denen sie überfallartige Angriffe gegen die Menschen in der Region verüben. Von diesen Militärposten, die nach einer Übereinkunft von Vertretern aus Syrien, der Türkei und Russland in Anzahl und Lage festgeschrieben waren, gibt es in der Zwischenzeit deutlich mehr als vereinbart. Zudem werden sie immer weiter nach Syrien hinein verlegt. Das Ziel ist offensichtlich: Erdogan will einen Militärkorridor errichten, um den Nordwesten Syriens vom Rest des Landes abzutrennen.
Doch die türkischen Eindringlinge sind nicht die einzigen bewaffneten Truppen, die sich in der Region bewegen. Dort gibt es sowohl die kurdischen Freiheitskämpfer, die gegen Assad revoltierenden IS-Truppen sowie die reguläre syrische Armee. Und während syrische und russische Truppen die letzten IS-Stellungen einzunehmen versuchen, lässt Erdogan seine Schergen im Schatten jener Kämpfe gegen von den Kurden bewohnte zivile Regionen vorgehen.
Vor jeder Angriffswelle behauptet Erdogan, seine Soldaten seien zuerst angegriffen worden, man würde sich lediglich zur Wehr setzen. Es sind, bei Erdogan schon fast selbstverständlich, Behauptungen, die nicht belegt werden können. Das Ergebnis der Überfallaktionen, des gesamten völkerrechtswidrigen Feldzugs, allerdings ist belegbar: tote Zivilisten, Frauen und Kinder, zerstörte Städte, vernichtetes Leben überall. Wenn Erdogan so besorgt um das Leben seiner Soldaten ist, sollte er seine Truppen aus dem Nachbarland Syrien wieder in die Türkei zurückverlegen.
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