Erdogan provoziert erneut im östlichen Mittelmeer
Erdogan provoziert erneut im östlichen Mittelmeer
Datum: 13.10.2020 - 12:05 Uhr
Für ein paar Tage schien es so, als sollte Ruhe in das östliche Mittelmeer einkehren. Der türkische Alleinherrscher und Merkel-Freund Erdogan hatte seine Schiffe, die in griechische Hoheitsgewässer eingedrungen waren, zurückbeordert. Wohl auch nicht zuletzt deswegen, weil Griechenland seine militärische Präsenz in der Region massiv ausgebaut hatte und keinen Zweifel daran ließ, seine Interessen im Falle eines Falles auch unter einem entsprechenden Einsatz durchzusetzen.
Doch kaum hatten sich die Wogen etwas geglättet und ein gewisses Maß an Entspannung sich auszubreiten schien, beginnt Erdogan wieder zu provozieren. Wieder schickt Erdogan das Erkundungsschiff »Oruc Reis« in die griechischen Seezone im östlichen Mittelmeer rund um die Insel Kastellorizo. Begleitet wird das Schiff erneut von türkischen Militärschiffen, die zum »Schutz und Sicherheit« eine Eskorte bilden, so das türkische Verteidigungsministerium.
Griechenland seinerseits hat das Militär auf der Insel erneut in Alarmbereitschaft versetzt und zeitgleich eine Resolution zur Verabschiedung weiterer Sanktionen der EU gegen das Erdogan-Regime angekündigt. Die Türkei mache genau das Gegenteil von dem, was man Anfang des Monats zwischen Brüssel und Ankara vereinbart habe, sagt dazu der griechische Regierungssprecher Petsas. Man sei in Athen nicht länger gewillt, sich von Erdogan permanent auf der Nase herumtanzen zu lassen. Die nächsten Sanktionen gegen das Erdogan-Regime müssen so drastisch und nachhaltig sein, dass man in Ankara dauerhaft derartige Provokationen unterlasse, so die Forderung aus Athen.
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