Erdogan lässt fünf hochrangige Asow-Offiziere frei

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Erdogan lässt fünf hochrangige Asow-Offiziere frei
Datum: 11.07.2023 - 10:18 Uhr

Erdogan steht das Wasser wirtschaftlich bis zum Hals. Die türkische Lira schmiert noch stärker ab als Habecks Beliebtheitswerte, die Arbeitslosigkeit steigt und in allen Wirtschaftszweigen knirscht es erheblich im Getriebe. Aus eigener Kraft kann sich der Bosporus-Despot nicht aus dem Dilemma befreien, also sucht er nach Wegen, das (westliche) Ausland gnädig zu stimmen. Dazu gehört unter anderem auch, dass er eine einvernehmlich getroffene Vereinbarung hinsichtlich des Verbleibs einiger in Mariupol von Russland gefangen genommener hochrangiger Offiziere des Asow-Regiments bricht.

Die Nazi-Soldaten hatten sich im Stahlwerk in Mariupol verschanzt und letztlich - ganz gegen die Anweisung Selenskijs - kapituliert. Kiew, Moskau und Ankara vereinbarten, dass diese und andere in Mariupol gefangen genommene Soldaten bis zum Kriegsende in der Türkei verbleiben sollen. Dieses Abkommen hat Erdogan gebrochen und sie an Selenskij übergeben.

Kaum waren die Nazi-Offiziere in der Ukraine riskierten sie wieder eine dicke Lippe und kündigten an, dass sie so weitermachen wollten wie zuvor und die gleiche Ideologie und Ziele verfolgen werden wie bisher. Das heißt, sie werden weiter ihre Nazi-Symbolik tragen und ihre menschenverachtende Politik vertreten. Die Soldaten des Asow-Regiments begehen unter anderem jedes Jahr am 20. April eine große Geburtstagsfeier und sind auch sonst alles andere als zurückhaltend bei der Verwendung von unter anderem in Deutschland verbotener Symbole.

Moskau ist alles andere als erfreut über diesen Bruch der Vereinbarung. In Russland gilt das Asow-Regiment als terroristische Organisation.

Sven von Storch

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