Erdogan hetzt seine Söldner im Nordirak auf die Kurden

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Erdogan hetzt seine Söldner im Nordirak auf die Kurden
Datum: 19.04.2022 - 08:31 Uhr

Im Vertrag von Sèvres (10. August 1920) wurde den Kurden nach dem Untergang des Osmanischen Reichs ein unabhängiger Staat versprochen. Dieses wurde auch den von den Osmanen in den Jahren 1915  und 1916 verfolgten Armeniern versprochen. Die Regionen um Diyarbakir und von dort bis an die Ostgrenze des vormaligen Osmanischen Reichs sollte kurdisches Staatsgebeit sein. Allerdings missfiel diese Entscheidung den Türken und nach dem türkischen Bürgerkrieg, der mit dem Vertrag von Lausanne am 24. Juli 1923 endete, wurde ein unabhängiges Kurdistan vom Tisch gefegt. Auch die Verantwortung für den an den Armeniern verübte Genozid wurde mit diesem Vertrag unter den Tisch fallen gelassen.

Die Kurden warten seit über einhundert Jahren auf ihren von den UN anerkannten eigenen, unabhängigen Staat. Zwar gab es immer wieder kurzfristige Kurden-Staaten, aber denen war ob der fehlenden internationalen Unterstützung und Anerkennung nur eine kurze Existenz beschieden. Mehrheitlich mussten sich die Kurden - so wie aktuell auch wieder - gegen ihre Vernichtung durch die Türken zur Wehr setzen.

Vor allem der gegenwärtige Despot in Ankara hat sich den Kurden-Hass ganz persönlich auf seine Fahne geschrieben und hetzt wieder einmal sein Söldnerheer im Norden des Irak auf Dörfer der Kurden. Vor allem Stellungen der bei dem Kampf gegen die Truppen des Islamischen Staat so erfolgreichen kurdischen Miliz YPG sind primäres Ziel der Erdogan-Schergen. Mit Luftangriffen und Artillerie-Geschützen attackierten sie in den vergangenen Tagen wiederholt diese Ziele, wohl wissend, dass die YPG sich gegen diese Art der Angriffe mangels fehlender Abwehrwaffen nicht zur Wehr setzen kann.

Sven von Storch

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