Er will, dass das Töten aufhört!
Er will, dass das Töten aufhört!
Datum: 10.02.2025 - 10:54 Uhr
»Er möchte, dass die Menschen nicht mehr sterben, sagte Trump in einem Interview mit der New York Post über Putin. Trump, der zuvor versprochen hatte, den Krieg innerhalb von 24 Stunden zu beenden, sollte er erneut Präsident werden, betonte, der Konflikt sei katastrophal. »Jeden Tag sterben Menschen. Dieser Krieg ist schrecklich für die Ukraine. Ich möchte diesem Elend ein Ende setzen«, sagte er.
Trump wollte allerdings nicht sagen, wie oft er mit Putin gesprochen habe, betonte aber, sie hätten ein »gutes Verhältnis«. Russland hat auf dem Schlachtfeld Fortschritte erzielt, während die Ukraine mit einem Mangel an Soldaten und Waffen zu kämpfen hat. Sollte Trump die umfangreiche US-Militärunterstützung für Kiew beenden, könnte dies die Position der Ukraine weiter schwächen. Sowohl Trump als auch Putin signalisierten, dass Gespräche im Gange seien, ihre Rhetorik ist jedoch unterschiedlich. Putin nannte Trump »klug und pragmatisch« und wiederholte dessen Behauptung, man habe ihm den Wahlsieg von 2020 gestohlen, Trump wiederum lobte Putin als »klug«.
Selenskij warnt, dass Trump und Putin die Gespräche ohne die Beteiligung Kiews führen würden. »Wir können nicht zulassen, dass irgendjemand für uns entscheidet«, sagte Selenskij gegenüber Associated Press. Er glaubt, dass ein möglicher Frieden zu Russlands Bedingungen gefährliche Signale an andere Staatschefs aussenden würde, mit denen die USA Probleme haben, wie etwa an Chinas Xi Jinping und Nordkoreas Kim Jong-un. Analysten meinen, Putin habe derzeit kaum einen Anreiz zu Verhandlungen, da er militärisch und politisch die Oberhand habe. Angesichts der harten innenpolitischen Repressionen gegen nationale Kriegskritiker und der Tatsache, dass sich die russische Geschäftswelt erfolgreich an die Sanktionen anpasst, besteht im Inland kein starker politischer Druck, den Krieg zu beenden.
Der britische Diplomat Sir Kim Darroch warnt, dass Trumps Ambitionen, Friedensvermittler zu werden, schlecht enden könnten. »Die Geschichte wird es ihm nicht wohlwollend gegenüberstehen, wenn er das alles Putin überlässt«, sagte Darroch. Mehrere Analysten sind der Ansicht, Putin hoffe, Trump verliere das Interesse oder lasse sich durch andere Themen ablenken. Ähnliches geschah während Trumps erster Amtszeit, als seine Gipfeltreffen mit Putin und Nordkoreas Kim Jong-un nur minimale Ergebnisse brachten. Gleichzeitig lehnt der Kreml alle Forderungen des Westens nach einem Truppenabzug aus der Ukraine, der Zahlung von Kriegsentschädigungen oder einer Anklage gegen Putin wegen Kriegsverbrechen ab. Putin behauptet, er sei zu Verhandlungen bereit, allerdings nur zu ernsthaften.
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