Energiepreise erreichen schwindelerregende Höhen

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Energiepreise erreichen schwindelerregende Höhen
Datum: 17.03.2022 - 10:52 Uhr

Deutschland importiert pro Jahr knapp 90 Millionen Tonnen Öl. Über ein Drittel dieser Ölimporte kommen aus Russland. Bei den Gaslieferungen wie auch bei der Kohle liegt der russische Anteil sogar noch höher. Diese Lieferungen sind Bestandteil von vor vielen Jahren abgeschlossener Lieferverträge, die Russland seitdem pünktlich und voll umfänglich einhält. Nicht nur das, die vereinbarten Preise haben nach wie vor Gültigkeit und liegen weit unter dem Weltmarktniveau.

Für beide Seiten waren diese Verträge damals ein Gewinn: Deutschland bezog relativ unabhängig von arabischen Scheichs Öl, musste bei den Gaslieferungen nicht auf das in hohem Maße die Umwelt vernichtende US-amerikanische Fracking-Gas zurück greifen und hatte bei der russischen Steinkohle eine  Alternative zur wenig Energie-effizienten heimischen Braunkohle. Russland hatte einen garantierten Abnehmer und somit auch garantierte Einnahmen, mit denen es sich wesentlich leichter kalkulieren ließ.

Alle diese Vereinbarungen haben, trotz immer wiederkehrender Störversuche aus den USA, der EU und Anderen, auch heute noch Gültigkeit. Sowohl in Umfang wie auch beim Preis.

Dennoch explodieren die Energiepreise - und somit auch alle anderen Verbraucherpreise - gerade in Deutschland. Die Frage, die sich da stellt, ist die: da Russland alle Verträge einhält und diese Lieferungen keinen Einfluss auf die Preisentwicklung haben, warum erreichen diese Preise hierzulande innerhalb kürzester Zeit ein Rekordniveau?

Wer schröpft den deutschen Steuerzahler?
Wer macht sich da den eigenen Geldbeutel auf Kosten des Otto Normalverbrauchers voll?
Warum werden die günstigen Preise der russischen Energielieferungen nicht an den Bürger weitergegeben?

Einmal ganz davon absehen, dass sich der Staat von jedem Liter Sprit jede Menge Steuern:

  • 19 % Mehrwertsteuer
  • Energiesteuer (früher Mineralölsteuer)
  • CO2-Bepreisung
  • Erdölbevorratungsabgabe

Der Steuer- und Abgabeanteil bei jedem Liter Treibstoff, egal ob Benzin oder Diesel, liegt somit bei über der Hälfte des Verkaufspreises. Hier könnten die (H)Ampel-Männer in Berlin direkt ansetzen, um den Steuerzahler zu erleichtern.

Plus die Weitergabe der günstigen Einkaufspreise der russischen Energielieferungen an den Endverbraucher!

Sven von Storch

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