Einwandererhorde stürmt Parlament in Island(!)
Einwandererhorde stürmt Parlament in Island(!)
Datum: 11.03.2024 - 08:51 Uhr
Eine Gruppe »verärgerter« Asylanten stürmten am vergangenen Dienstag eine Sitzung des isländischen Parlaments, dem Alltinget; nebenbei dem ältesten noch immer existierenden Parlament der Menschheit. Die Horde stürmte aus den Zuschauerrängen, wo sie sich zunächst aufgehalten hatte, auf die Tribüne, einer von ihnen erklomm sogar eine Balustrade und drohte damit, sich von dort auf die unter ihm sitzenden Plätze herabzustürzen.
Einwandererchaos im isländischen Parlament: pic.twitter.com/RLIA9R7ku7
Der Vorfall ereignete sich laut Presseberichten in dem Moment, als Justizministerin Guðrún Hafsteinsdóttir einen neuen Gesetzentwurf zu Asylbewerbern vorlegte. Der Gesetzentwurf sieht eine Verschärfung des isländischen Asyl- und Ausländerrechts vor und orientiert sich sehr stark an den Neuerungen in der dänischen Asyl- und Ausländergesetzgebung.
Die Zahl der Asylanträge und die der »Flüchtlingen« hat sich in Island von etwa 1.500 in 2021 auf knapp 5.000 im Jahr 2022 mehr als verdreifacht. Für ein Land mit gerade einmal 370.000 Einwohner sind 5.000 »Flüchtlinge« vergleichbar mit einer Zahl von etwa 1,2 Millionen dieser »Flüchtlinge« in Deutschland - in einem Jahr. 2022 wurden aber offiziell »nur« knapp 250.000 Asylersteinträge eingereicht; auch die Zahl der »Flüchtlinge« aus der Ukraine liegt aktuell lediglich um etwa 100.000 über den Vergleichszahlen im Vorjahr.
Das isländische Parlamentsmitglied Jón Gunnarsson, der zuvor Justizminister war, half zur Beruhigung der Lage tatkräftig mit, indem er einen Demonstranten packte. »Es war nichts. Ich habe der Polizei geholfen, weil ein Polizist versuchte, den Mann anzugreifen. Ich sehe es einfach als meine bürgerliche Pflicht an, der Polizei zu helfen, wenn die Situation so ist«, sagt Gunnarsson laut Island Monitor.
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