Einschüchterungsversuch durch Antifa gegen Ex-Abgeordneten der AfD

Veröffentlicht:

Einschüchterungsversuch durch Antifa gegen Ex-Abgeordneten der AfD
Datum: 18.06.2025 - 10:57 Uhr

»Antifaschistische Schlachtrufe« im Innenhof

Wie das Freilich Magazin berichtet, versammelte sich laut Beckamp eine Gruppe von Aktivisten im Innenhof seines Wohnkomplexes, um mit »antifaschistischen Schlachtrufen« und entsprechendem Gegröle auf sich aufmerksam zu machen. Ziel der Aktion war unübersehbar die öffentliche Bloßstellung und Einschüchterung eines politischen Gegners im privaten Raum.

Beckamp, der inzwischen nicht mehr dem Bundestag angehört, äußerte sich per Video auf seinem YouTube-Kanal zu dem Vorfall. Darin kritisierte er vor allem die gezielte Veröffentlichung seiner Wohnadresse: »Viele Leute wissen jetzt, wo ich wohne, wo meine Familie wohnt, wo meine Kinder wohnen. Das sind genau die Dinge, die ich nicht gut finde – egal, wen sie treffen.« Beckamp betonte, dass er als exponierter Politiker mit politischer Kritik rechnen müsse, jedoch klare Grenzen ziehe, wenn es um das private Lebensumfeld und die Sicherheit seiner Familie gehe.

Große Stille in Medien

Bemerkenswert ist, dass ein solcher Vorfall – der faktisch eine Grenzüberschreitung in den persönlichen Bereich darstellt – kaum mediale Beachtung fand. Weder öffentlich-rechtliche Sender noch überregionale Tageszeitungen berichteten nennenswert darüber. Dabei hätte eine ähnliche Aktion gegen einen Politiker anderer Couleur vermutlich breite Entrüstung ausgelöst. In den Kommentaren unter Beckamps Video machen viele Nutzer ihrer Fassungslosigkeit Luft. »Wenn so ein Verhalten gegen ausländische Bürger organisiert worden wäre, wären die Initiatoren mit Sicherheit wegen Diskriminierung angezeigt worden«, schreibt ein Nutzer. Ein anderer kommentiert: »Jemandem zu Hause einen ‚Besuch‘ abzustatten, ist das Allerletzte. Solche Methoden erinnern an totalitäre Zeiten.«

Recht auf Privatheit gilt für alle

Unabhängig von der politischen Ausrichtung eines Menschen gilt in einem Rechtsstaat das Grundrecht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung – und auf Schutz der Familie vor öffentlichem Druck. Dass politische Gegner gezielt im privaten Umfeld unter Druck gesetzt werden, stellt eine gefährliche Entwicklung dar. Sie erschwert nicht nur den offenen Diskurs, sondern schreckt Bürger generell von politischem Engagement ab – aus Angst vor persönlicher Repression. Die Zurückhaltung großer Medien und des politischen Mainstreams wirkt in diesem Kontext wie ein stilles Einverständnis, dass bei einer patriotischen Partei wie der AfD mit einem anderen moralischen Maßstab gemessen wird.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.