Einbau der modernen Kommunikationsanlage war nicht mit der Luftwaffe besprochen

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Einbau der modernen Kommunikationsanlage war nicht mit der Luftwaffe besprochen
Datum: 27.12.2018 - 07:58 Uhr

Es war schon mehr als nur peinlich, als Merkel und ihre Delegation nicht mit dem Regierungsflieger zum G20-Gipfel nach Buenos Aires reisen konnten, sondern in einen Linienflieger von Madrid in die argentinische Hauptstadt umsteigen mussten. Notwendig wurde dieser unfreiwillige Umstieg, nachdem die Kommunikationsanlage des Regierungsflugzeuges komplett ausgefallen war. Nachdem die Fehlerquelle relativ schnell gefunden worden war, begann die Suche nach einem Verantwortlichen für die Blamage. Der ist jetzt offensichtlich gefunden: die Lufthansa soll schuld sein.

Bei einer Wartung des Regierungsfliegers durch die Lufthansa-Technik wurde die alte Kommunikationsanlage durch moderne Technik ersetzt. Allerdings geschah das offensichtlich ohne Rücksprache mit der Luftwaffe, die die Maschine einsetzt. Demzufolge waren die Piloten auf die neue Anlage nicht geschult und konnten die aufgetretenen Fehler nicht selbst beheben. Die Umkehr war die einzig verbliebene Lösung.

Warum die Informationen über den Umbau, der bereits 2010(!) erfolgte, seitens der LH-Technik aber nicht an die Flugbereitschaft der Luftwaffe weitergegeben wurde, ist bisher unbekannt und dürfte die nächsten Ermittlungen nach sich ziehen. Ganz am Ende wird wohl irgendjemand den Kopf dafür hinhalten müssen; doch die Blamage ist bereits erfolgt.

Sven von Storch

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