Druck auf Bachmut immer größer
Druck auf Bachmut immer größer
Datum: 20.02.2023 - 09:23 Uhr
Jeden Tag rücken die verbündeten russischen Truppen und Freiheitskämpfer aus der Region Donezk weiter gegen die Stadt Bachmut vor. Die beiden nördlich gelegenen Dörfer Krasna Hora und Paraskoviivka konnten die Selenskij-Truppen nicht halten und auch der nordwestliche Stadtteil Yahidne steht kurz vor dem Fall. Im Osten und im Süden Bachmuts rückt russische Infantrie immer weiter Richtung Stadtzentrum vor. Die wichtige überregionale Straße M03, die Bachmut mit dem nordwestlich gelegenen Slowjansk verbindet, ist bereits unter russischer Kontrolle.
Südlich von Bachmut nimmt der Druck auf die beiden Dörfer Stupotchky und Ivanivske weiterhin zu. Hier ist vor allem die Kontrolle der Regionalstraße T0504 von Bedeutung. Sie ist die einzige Verbindung Bachmuts in südlicher Richtung und steht bereits jetzt zum Teil unter russischer Kontrolle. Für Selenskijs Truppen in Bachmut bleibt aktuell nur noch die Nebenstraße O0506 als Fluchtweg in westlicher Richtung über Artemiwske aus der Stadt offen. Die Betonung liegt hierbei auf dem Wörtchen »noch«, denn sowohl von Norden wie auch von Süden her rücken die russischen Truppen vor, um die Einkesselung Bachmuts zu vollenden.
Selenskij könnte - noch - seine Truppen vor der endgültigen Einkreisung retten und ihr Leben schonen. Aber das will er offensichtlich nicht. Aus seinem Bunker gab er den Befehl, die Stadt zu halten. Kapitulation ist keine Option.
Durch die Nachrichten von den Gefechten um Bachmut nahezu unbemerkt sind russische Truppen ganz im Norden ebenfalls erfolgreich gewesen und haben die ukrainischen Einheiten aus der Stadt Hrynankivka zurückgedrängt. Es hat den Anschein, als soll hier der kleine Fluss Oskil als neue Frontlinie etabliert werden, ähnlich wie es weiter im Süden bereits der Dnjepr ist.
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