Drosten-Studie von Experten als fragwürdig und grob falsch beschrieben

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Drosten-Studie von Experten als fragwürdig und grob falsch beschrieben
Datum: 26.05.2020 - 09:48 Uhr

In Krisenzeiten haben die unterschiedlichsten Experten ihre große Zeit. Die TV-Sender reißen sich um sie, ihre Worte werden in Gold aufgewogen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei jenen Experten wirklich um Fachleute handelt oder ob sie lediglich die Gelegenheit beim Schopfe packen und sich um nahezu jeden Preis in den Vordergrund spielen wollen. Ganz besonders merkwürdig sind jene Zeitgenossen, die sich für Experten in Bereichen halten, in denen es keine entsprechende Studiengänge gibt oder Diplomarbeiten erstellt werden müssen. Das gilt hier in Deutschland vor allem für die selbsternannten (Rechts-)Extremismusexperten. Kein Zeugnis, kein Dokument, keine Urkunde belegt das. Sie nennen sich einfach Experten - sehr vertrauensfördernd.

Etwas anders verhält es sich da bei Medizinern wie dem Virologen Christian Drosten. Er ist wirklich Humanmediziner (Abschluss 2003 mit summa cum laude) und beschäftigt sich schon seit 2000 mit der Virologie, seit drei Jahren leitet er das Institut für Virologie an der Berliner Charité. Dennoch kann selbst ein solcher Experte sich gründlich irren, wie sich aktuell zeigt.

Seine Studie über das Ansteckungspotenzial von Kindern mit dem Corona-Virus wird aktuell von anderen Fachmedizinern komplett zerrissen. Die Drosten-Studie sei fragwürdig und wird als grob falsch beschrieben. Die Zahl der geprüften Kinder sei für belastbare Aussagen viel zu gering, sagt Professor Leonhard Held vom Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich. Andere hochkarätige Wissenschaftler bemängeln die Schwäche der verwendeten statistischen Methoden oder weisen elementare Widersprüche in der Studie zwischen Analyse und Schlussfolgerung auf.

Das wäre alles wenig bedeutsam und lediglich ein Irrtum eines Experten, wie er vorkommen kann, wenn es sich nicht um Drosten handelte. Denn seine Worte sind für die Merkel-Regierung die Basis ihrer verhängten Maßnahmen, die elementare Grundrechte einschränken. Die Kinder-Studie jedenfalls diente der Merkel-Regierung dazu, Schulen zu schließen und Kinder vom Recht auf Bildung abzuschneiden.

Außerdem: wenn sich Drosten einmal irrt, wer sagt denn, dass er sich nicht noch einmal geirrt hat?

Sven von Storch

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