Drohungen gegen Politiker vor Thüringen-Wahl
Drohungen gegen Politiker vor Thüringen-Wahl
Datum: 21.10.2019 - 11:23 Uhr
Am vergangenen Samstag ging ein Wahlkampf-LKW der thüringischen AfD in Flammen auf. Der Schaden liegt im sechsstelligen Bereich, so ein Parteisprecher. Nur dem schnellen Einsatz der Feuerwehr sei es zu verdanken, dass der Brand nicht auf die umliegenden Wohnhäuser übergegriffen habe und so keine Menschen zu Schaden gekommen sind.
Nicht minder besorgniserregend als jener Anschlag ist die derzeitige Inflation an Drohungen jeder Art gegen Politiker aller Parteien, seien es Landespolitiker aus Thüringen oder sogar Bundespolitiker. Allerdings gibt es bei diesem Thema wie schon so oft eine stark selektive Berichterstattung in den Mainstreammedien. Während über die Drohmail an Mike Mohring (CDU) und der Morddrohung gegen Grünen-Chef Robert Habeck lang und breit berichtet wird, erhält FDP-Spitzenkandidat Thomas Kemmerich, dessen Wohnhaus mit einem linksextremistischen Schriftzug verunstaltet worde, nur eine Erwähnung im Nebensatz. Dass die diversen und andauernden Drohungen gegen den thüringischen Spitzenkandidaten der AfD überhaupt keine Erwähnung mehr finden, ist daher wenig überraschend. Offensichtlich gibt es bei den Opfern von Hasskriminalität seitens der Mainstreammedien »gute Opfer« und »schlechte Opfer«.
Unabhängig davon, ob diesen Drohungen reale Absichten zugrunde liegen oder ob es sich um Wichtigtuer handelt oder sogar Fälschungen, so zeigt es sich, dass Hass und Hetze, wie sie ganz besonders von einem norddeutschen SPD-Politiker nahezu tagtäglich in den sozialen Medien verbreitet wird, auf einen fruchtbaren Boden fällt. Deeskalation heißt hier das entscheidende Wort - das aber jenem Menschen völlig unbekannt zu sein scheint.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment