Dresden erinnert an Bombenterror
Dresden erinnert an Bombenterror
Datum: 13.02.2017 - 09:08 Uhr
Im Februar 1945 hatten mehrere Hunderttausend Menschen aus den Ostgebieten auf der Flucht vor der nachrückenden "Roten Armee" Dresden erreicht. Die Stadt zählte bei Kriegsbeginn knapp 630.000 Einwohner und war somit die siebtgrößte Stadt auf dem Gebiet des "Altreichs", also exklusive Österreich. Bis Mitte 1944 lag Dresden zudem außerhalb der Erreichbarkeit der alliierten respektive sowjetischer Bomberverbände und blieb daher von Luftangriffen verschont. Mit dem Vorrücken insbesondere der US-Streitkräfte in Frankreich und der Vergrößerung der Reichweite der US-Air Force durch neue Bomber rückten aber nach und nach Breslau und Dresden als letzten unzerstörte Verkehrsknotenpunkte in den Fokus.
Aus Schlesien und anderen weiter östlich gelegenen Territorien flohen Hunderttausende vor der sich nähernden Roten Armee. Die Berichte über Gräueltaten der Sowjetsoldaten an der deutschen Zivilbevölkerung sorgten dafür, dass die Menschen Haus und Hof verließen und gen Westen flüchteten. Eine exakte Personenzahl konnte aufgrund diesen chaotischen Zeiten bis heute nicht verbindlich ermittelt werden. In Zeit- und Augenzeugenberichten heißt es jedoch, dass die Stadt übervoll von Menschen war, die teilweise auf offener Straße zwischen ihren armseligen Habseligkeiten schliefen, weil es gar nicht genügend Unterkunftsmöglichkeiten für sie gab.
Weil der Vormarsch der Alliierten nicht im gewünschten Maße erfolgte, entschloss man sich unter dem Oberbefehl von Air Marshal Arthur Harris zum Luftterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung. Unter dem Codenamen "Chevin" wurden die Angriffe gegen Dresden geflogen: vier Angriffswellen von bis zu 500 Bombern pro Welle vernichteten fast die gesamte Stadt und töteten die Bevölkerung.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment