Draghi bringt den Euro weiter auf Inflationskurs
Draghi bringt den Euro weiter auf Inflationskurs
Datum: 09.12.2016 - 09:38 Uhr
Mario Draghi, Präsident der EZB, ist mit seinem Latein schon lange am Ende. Trotz der Investition von bisher 1,7 Billionen Euro (in Ziffern: 1.700.000.000.000) in das umstrittene EZB-Programm zum Ankauf von Staatsanleihen und anderer Wertpapiere, ist die Inflationsrate innerhalb der EU-Zone im November auf gerade einmal 0,6 Prozent gestiegen. Das von Draghi avisierte Ziel einer Teuerungsrate von 2,0 Prozent wurde wiederholt verfehlt.
Im Januar 2015 wurde das stark kritisierte und von Finanzfachleuten und Experten abgelehnte Programm zum massenhaften Kauf von Staatsanleihen ins Leben gerufen. Neben den Risiken eines derartigen Vorgehens stand und steht vor allem die Kompetenzüberschreitung der EZB im Fokus der Kritik. Der CSU-Politiker und langjährige EZB-Kritiker Peter Gauweiler monierte am 23. Januar 2015, dass die Zentralbank ihr Mandat überschreite. Er forderte die Bundesregierung zur Klage beim Europäischen Gerichtshof auf. Und führte an: »Für den Fall, dass die Bundesregierung untätig bleibt, bereiten wir eine eigene Klage vor.« Erfolgt ist erwartungsgemäß seitens der CSU allerdings nichts.
Viel gravierender jedoch ist, dass immer mehr Steuergelder in den Ankauf von Wertpapieren gepumpt wird, für die kein reeller Gegenwert vorliegt. Durch den massiven Aufkauf dieser Anleihen und Wertpapiere sind diese in einem nicht mehr zu verantwortenden Maß überbewertet; ein echter Gegenwert für den zum Zeitpunkt des Kaufes bezahlten Preis liegt bestenfalls in Bruchteilen vor. Draghi schafft so eine neue Blase, die jederzeit zu platzen droht.
Zu keinem Zeitpunkt der vergangenen fast zwei Jahre seit Beginn des Kaufprogramms ist die Inflationsrate in der EU-Zone auch nur ansatzweise dem von Draghi avisierten Wert von 2,0-Prozent nahe gekommen. Nach zwei Jahren ist Draghi seinem Ziel nicht einen einzigen Schritt näher gekommen. Nur der Euro ist in Relation zu den anderen führenden Währungen um ca. zehn Prozent gefallen. Doch Draghi macht weiter und pumpt noch einmal 780 Millarden Euro bis Ende 2017 in sein Projekt.
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