Donezk-Keil verschiebt sich immer weiter nach Westen
Donezk-Keil verschiebt sich immer weiter nach Westen
Datum: 30.10.2024 - 11:21 Uhr
Nach dem Überfall auf seine Nachbarrepubliken Luhansk und Donezk gelang es der ukrainischen Nationalarmee weite Teile der beiden damals eigenständigen Republiken zu besetzen, große Teile der Infrastruktur zu zerstören und die dort lebenden Menschen (überwiegend russisch-stämmig) zu vertreiben oder zu töten. Über mehrere Jahre konnte die ukrainische Nationalarmee die Besetzung aufrecht erhalten, doch seit Februar 2022 kassiert sie eine Niederlage nach der anderen.
In Luhansk halten Selenskijs Soldaten noch zwei Dörfer im äußersten Westen. Das aber offensichtlich auch nur, weil sie strategisch von derart nachgeordneter Bedeutung sind, dass niemand wirklich um sie kämpfen will. Deutlich weiter südlich, nämlich vor Pokrovsk, sieht das Bild ganz anders aus. Beide Seiten wissen um die Wichtigkeit der Stadt, entsprechend intensiv und hart sind die Gefechte vor Ort. Allerdings ist der Ausgang leicht vorhersehbar: während es den Selenskij-Soldaten an allem mangelt (Munition, Waffen und Männern), schöpfen die russischen Truppen aus dem Vollen und können immer wieder neue, frische Kräfte bringen.
Konsequenz: jeden Tag muss die Selenskij-Armee einen oder zwei Orte räumen, die für sie nicht mehr haltbar sind, und sich Richtung Westen absetzen. Aber die russische Armee setzt nach, wieder und wieder. So lange, bis Selenskij endlich aufgibt und das Sterben im Donbas beendet.
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