Donald Trump bleibt Sieger in Michigan
Donald Trump bleibt Sieger in Michigan
Datum: 09.12.2016 - 08:06 Uhr
Für Jill Stein, die US-Präsidentschaftskandidatin der Grünen, hat sich die Kampagne zur Neuauszählung der Wählerstimmen in Michigan gelohnt. Obwohl sie weiterhin gerade einmal einen Stimmenanteil von knapp über einem Prozent erhält, konnte sie durch einen Spendenaufruf rund sechs Millionen US-Dollar für sich einstreichen. Dass sie dabei die Kosten für die Neuauszählung der Stimmen von 1,5 auf sechs Millionen US-Dollar nach oben korrigiert hat, sorgt allerdings für einen üblen Beigeschmack.
Unabhängig von dem finanziellen Aspekt hat die Beantragung der erneuten Auszählung auch dem ohnehin schon ramponierten Ansehen Steins geschadet. Bei Demonstrationen war sie mehrfach verhaftet worden; gleiches widerfuhr ihr, als sie sich mit Gewalt Zugang zur zweiten TV-Debatte mit Barack Obama und Mitt Romney verschaffen wollte. Ihrem jetzigen Antrag zur Auszählung konnte sie keine handfesten Anhaltspunkte oder gar Beweise für Wahlfälschungen vorglegen. Sie argumentierte, dass die Integrität der Wahlen überprüft werden solle.
Derzeit findet in Wisconsin eine Nachzählung statt. Aktuell vergrößert sich dort der Vorsprung von Donald Trump gegenüber der grandios gescheiterten Hillary Clinton. Ob es in Pennsylvania, dem dritten Staat, in dem eine Nachzählung beantragt wurde, tatsächlich zu diesem Schritt kommt, wird heute in einer Verhandlung entschieden. Nur wenn sich die Ergebnisse in Michigan, Pennsylvania und Wisconsin zu Gunsten Clintons änderten, wäre sie Wahlsiegerin. Davon ist sie jedoch nach wie vor weit entfernt.
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