Doch keine Entsendung von Fremdenlegionären in die Ukraine_
Doch keine Entsendung von Fremdenlegionären in die Ukraine_
Datum: 17.05.2024 - 12:09 Uhr
Macrons immer wieder lauthals vorgetragenen Forderungen nach der Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine kamen zwar bei Selenskij gut an, sorgten aber bei den anderen westlichen Staatschefs eher für Unbehagen und Kopfschütteln. Es wirkte beinahe so, als wolle Macron mit der Entsendung einer Neuauflage der »Grande Armée« gegen Russland dem kleinen korsischen Artilleriegeneral und großem Kriegsverbrecher Napoleon nacheifern. Auf Macrons eigenen Äußerungen vor einigen Tagen beruhten die Meldungen, dass sich bereits ein Vorauskommando der Legion auf dem Weg in die Ukraine gemacht habe. Doch jetzt widersprechen seine eigenen Militärs den Worten ihres »Macroleon«.
Das französische Verteidigungsministerium stellte heute unmissverständlich klar, dass keine Soldaten der Fremdenlegion in der Ukraine stationiert seien und demzufolge auch dort nicht kämpften. Der Generalstab der Streitkräfte schrieb, französische Soldaten seien in Estland im Einsatz. Zudem beteiligten sich französische Soldaten an Missionen aus der Luft - etwa einer Operation mit dem Titel »AirShielding«. Und Soldaten des Landes befänden sich derzeit unter anderem in Polen, Bulgarien, Rumänien und Kroatien. Auf einer Karte des Militärs seien alle im Ausland stationierten Streitkräfte markiert, so der Generalstab.
Macron selbst äußert sich zu der aktuellen Stellungnahme seiner Militärs nicht. Für Militärexperten ergibt eine Entsendung von Fremdenlegionären in die Ukraine überdies wenig Sinn. Die meisten Einheiten der Legion sind nur leicht bewaffnet, Flugabwehrwaffen gehören nicht zu ihrem Arsenal. Genau die aber benötigt Selenskij am dringendsten, um seinen propagierten »glorreichen Endsieg« verfolgen zu können.
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