Diskussion um Özils Rücktritt weitet sich aus
Diskussion um Özils Rücktritt weitet sich aus
Datum: 24.07.2018 - 08:50 Uhr
So wenig Özils auf dem Platz zuletzt gezeigt hat und so wenig Worte er in den Wochen zuvor über seinen Besuch bei und sein foto mi tdem türkischen Alleinherrscher Erdogan verloren hat, um so lautstarker und redseliger hat er seinen Rücktritt aus den Diensten des DFB angekündigt. Er ließ seine Rücktrittserklärung gleich in drei Teile aufsplitten, um diese medienwirksam in den sozialen Netzwerken zu publizieren. Ein einfaches »ich trete zurück« reichte dem Herrn Özil nicht; sein Rücktritt musste und sollte Wirkung zeigen, vor allem medial.
Das gelingt in Deutschland stets dann besonders gut, wenn man als Migrant entweder auf die Karte »Ausländerfeindlichkeit« respektive »Rassismus« setzt. Özil nutzte die Bandbreite dieser Begriffe und beklagte jämmerlich, er sei nur dann Deutscher, wenn die DFB-Auswahl gewinne. Verlöre sie hingehen, sei er Türke. Allerdings war er es selbst, der sich des Singens der Nationalhymne verweigerte, weil er sich nach eigenen Aussagen als Türke sehe. Doch das ist nur noch Nebensache.
Denn in der Zwischenzeit haben sich einige deutsche Politiker gefunden, die wie ferngesteuert auf das gelieferte Stichwort »Rassismus« angesprungen sind und sich mit sinnfreien Kommentaren zu Wort melden. Bundesjustizministerin Barley (SPD) schwafelt von Besorgnis, wenn sich Özil »in seinem Land« nicht mehr wohl fühlt. Özil selbst hat immer wieder betont, dass er sich als Türke fühle. Dann ist ja wohl die Türkei »sein Land«. Zudem, und das ist Frau Barley wohl komplett entgangen - kein Wunder, sie ist ja auch in der SPD - ist Özil seit zwölf Jahren Fußballprofi, seit acht Jahren steht er außerhalb Deutschlands unter Vertrag. Er hat also längst Deutschland verlassen. Ihr Spruch greift also absolut ins Leere.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment