Die unendliche Geschichte um die Berliner Polizei

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Die unendliche Geschichte um die Berliner Polizei
Datum: 05.02.2018 - 07:50 Uhr

Der Berliner Polizei fehlt der Nachwuchs. In der aktuellen Bewerbungsfrist, die jetzt verlängert wurde, haben sich viel zu wenig Bewerber insgesamt und vor allem viel zu wenig qualifizierte Bewerber bei der Berliner Polizei gemeldet. Insgesamt sollen ab Oktober des Jahres rund 600 neue Polizeianwärter mit ihrer Ausbildung beginnen. Doch von der Erfüllung dieser vorgegebenen Zahl ist man noch meilenweit entfernt.

Auch im Vorjahr musste die Berliner Polizei ihre Bewerbungsfrist verlängern - und zwar gleich drei Mal. Dort kamen auf die ebenfalls 600 zu vergebende Anwärterstellen gerade einmal insgesamt 7.000 Bewerber. Doch bei einer Ausfallquote im Vorlauf zu den Einstellungstests respektive bei den Tests selber von teilweise über 90 Prozent, sind schlicht und ergreifend zu wenig ausreichend qualifizierte Bewerbungen eingegangen. Von 10 bis 15 Bewerbern wird im Durchschnitt nur einer eingestellt.

Vor allem immense Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und beim Sporttest sorgen dafür, dass sich die Reihen der Bewerber schnell lichten. Aber auch strukturelle Probleme bei der Berliner Polizei an sich sorgen dafür, dass die Qualität der Bewerber in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat. Im Bundesvergleich sind die Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten bei der Berliner Polizei am wenigsten interessant. Bei der Bundespolizei oder im benachbarten Brandenburg sind die Perspektiven deutlich besser. Und Berichte über miserabel ausgestattete Polizeireviere mit verrosteten Wasserleitungen, sexuellen Übergriffen an der Polizeiakademie und dort vorkommenden radikal-islamischen Tendenzen sowie veraltete und gammelige Ausrüstung sorgen ganz sicher nicht dafür, den Beruf für geeignete Bewerber interessanter zu machen.

Sven von Storch

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