Die Uckermark - das Armenhaus Deutschlands
Die Uckermark - das Armenhaus Deutschlands
Datum: 15.07.2019 - 09:56 Uhr
Die Statistik spricht eine klare Sprache: der Nordosten Brandenburgs, die Uckermark, ist das Armenhaus Deutschlands. Nirgendwo ist die Armutsquote bei Kindern, Senioren und Erwerbstätigen so hoch, wie in dieser Region. Die Arbeitslosenquote ist ebenfalls extrem hoch und wird nur dadurch ein wenig kompensiert, dass die Menschen in großer Anzahl die Region verlassen. Seit 1993 hat die Uckermark ein Viertel seiner Bevölkerung verloren.
Überraschend ist diese Entwicklung nicht. Bereits im Zukunftsatlas 2016 rangierte die Uckermarck auf Platz 392 (von 402) Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland, gehörte also damals schon zu den Regionen mit sehr hohen Zukunftsrisiken. Es wäre also genügend Zeit für die Politik gewesen, der dortigen Entwicklung entgegen zu wirken. Doch selbst die Tatsache, dass Merkel in Templin (nur 16.000 Einwohner, aber flächenmäßig die achtgrößte Stadt Deutschlands) aufgewachsen ist, hat die Region nicht vor dem Niedergang bewahrt.
Ohnehin scheint die Merkel-Regierung die Menschen im Osten der Republik als für ihre Politik der offenen Grenzen und der »Refugees Welcome«-Ideologie störend zu empfinden. Jedenfalls ist das das Empfinden der Menschen dort. Auch die rot-rote Landesregierung (SPD und Postkommunisten) ist komplett an dem Vorhaben gescheitert, insbesondere die ländlichen Regionen zu entwickeln.
Am 01. September 2019 wird in Brandenburg der neue Landtag gewählt. Die Umfragen sagen ein Desaster sowohl für die Merkel-Partei (minus fünf Prozent) wie auch die beiden Regierungsparteien (Postkommunisten minus drei Prozent; SPD sogar minus 13 Prozent) voraus. Mutmaßlich wird die AfD als stärkste Partei aus der Landtagswahl hervorgehen.
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