Die Regenbogenfarben in der Gesellschaft und ihr Ursprung
Die Regenbogenfarben in der Gesellschaft und ihr Ursprung
Datum: 24.06.2021 - 11:00 Uhr
Die Farben des Regenbogens drängen sich als Symbol geradezu auf, vereinen sie doch alle sichtbaren Farben des Spektrums und stellen so Vielfalt in Harmonie dar. Ein unzweifelhaft und unwidersprochen starkes Symbol.
In vielen Ländern der westlichen Welt wird dieses Symbol von diversen Ablegern der LBGTIQ-Bewegung als identifikationsstiftendes Zeichen genutzt. Fast wirkt es, als wollten die Anhänger dieser Bewegung das alleinige Nutzungsrecht für sich in Anspruch nehmen. Dabei haben sie es im Grunde genommen von der Friedensbewegung, die sich in den 1960er-Jahren gründete, geklaut. Doch selbst die waren nicht die Urheber, die ersten Gruppen, die den Regenbogen als Symbol verwendeten. Dieser Ursprung liegt viel weiter zurück.
In unseren Breitengraden, also in Europa, wurde der Regenbogen erstmals in der nordischen Mythologie verwendet. Die Regenbogenbrücke »Bifröst« verbindet »Midgard« (die Erdenwelt) und »Asgard« (das Himmelreich). Der Asen-Gott Heimdall bewacht diese Brücke, die alternativ auch als »Asbru« (für Asenbrücke) bezeichnet wird. Bifröst ist eine starke Brücke, ein starkes Symbol, welches alle Zeiten überdauern wird. Erst beim Weltuntergang (in der nordischen Mythologie »Ragnarök« genannt) wird sie von den Söhnen des Riesen »Muspell« zerstört werden.
Das sind die hier in Europa nachweislich ersten Ursprünge der symbolischen Verwendung des Regenbogens. Auch heute noch in christlicher Zeit, gibt es Gedichte über die Regenbogenbrücke; sie basieren auf den Wechsel vom Erdenreich ins Himmelreich und finden oft Verwendung, wenn ein geliebter Mensch oder ein geliebtes Haustier verstorben sind.
Dass nun ausgerechnet die LBGTIQ-Bewegung dieses Symbol für sich kapern und nutzen will, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Bei den Nordländern galt Homosexualität, egal ob bei Männlein oder Weiblein, als Verbrechen wider die Natur. Die Strafen waren äußerst drastisch.
Heute sind die Menschen in den zivilisierten Ländern deutlich aufgeklärter. Lediglich einige in dieser Hinsicht als rückständig zu betrachtende Staaten sind im Umgang mit Homosexualität auf dem Stand des Frühmittelalters hängen geblieben.
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