Die PKK legt die Waffen nieder und löst sich auf
Die PKK legt die Waffen nieder und löst sich auf
Datum: 13.05.2025 - 10:50 Uhr
Die Ankündigung erfolgte im Anschluss an eine Kongressentscheidung im Nordirak in der vergangenen Woche, berichtet die kurdische Nachrichtenagentur Firat. Es war der Gründer der Bewegung, der zu lebenslanger Haft verurteilte Abdullah Öcalan, der die PKK im Februar aufforderte, ihren bewaffneten Kampf zu beenden. Einige Tage später verkündete die Organisation einen Waffenstillstand, der von der Ausarbeitung eines Rahmens für Friedensverhandlungen abhängig gemacht wurde. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Ankündigung begrüßt.
Die PKK, 1978 als marxistische Partei gegründet, führt seit über 40 Jahren einen bewaffneten Kampf für die kurdische Unabhängigkeit. Berichten zufolge haben die Kämpfe Zehntausende Menschenleben gefordert. Öcalan sagt, dass es bei dem Kampf heute eher um kurdische Rechte als um territoriale Unabhängigkeit gehe – und dass er mit politischen Mitteln geführt werden müsse. Die Aktivitäten und die Präsenz der PKK in Europa sind seit langem ein heikles Thema, nicht zuletzt im Hinblick auf die Forderungen der Türkei an Schweden im Rahmen des NATO-Prozesses.
Nicht betroffen von diesem Schritt sind die unabhängigen kurdischen Kämpfer der Peschmerga und der YPG, die sich in den kurdischen Gebieten Syriens sowohl der Invasionsarmee Erdogans wie auch den islamischen Terrorgruppen der aktuellen syrischen Regierung entgegenstellen und ihren Freiheitskampf fortsetzen.
Übrigens: dort sehen weder die EU noch die NATO Handlungsbedarf, der Invasion entgegen zu treten oder gegen sie Sanktionen zu verhängen. Weder die EU noch die NATO sehen hier einen Bedarf, den Verfolgten und Bedrängten zur Seite zu stehen.
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