Die Linke zerlegt sich
Die Linke zerlegt sich
Datum: 10.01.2017 - 12:18 Uhr
Sahra Wagenknecht, die Spitzenkandidatin der Linken für die im Herbst stattfindende Bundestagswahl, hatte vor wenigen Tagen schwere Vorwürfe unter anderem für den Terroranschlag in Berlin in Richtung Merkel erhoben. Sie, Merkel, habe eine Mitverantwortung für den Berliner Terroranschlag. Ohne die von Merkel zu verantwortende »unkontrollierte Grenzöffnung« wäre es zu einem solchen Anschlag vermutlich nicht gekommen.
Für diese klaren Worte wurde Wagenknecht nun von Parteichef Riexinger öffentlich gerügt und angezählt. Wie »n-tv« berichtet, habe Riexinger sich von den Äußerungen seiner Spitzenkandidatin distanziert: »Wir haben eine klare Programmatik - wir kritisieren Frau Merkel nicht dafür, dass sie die Grenzen nicht geschlossen hat oder gar Auffanglager oder ähnliche Dinge eingeführt hat.« Diese Vorgabe gelte auch für Wagenknecht.
Für diese Rüge erhält nun jedoch der Parteichef Feuer aus den eigenen Reihen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sabine Zimmermann unterstellt ihrem Chef Bösartigkeit und spricht von einem Rekordwert an »politischer Dummheit« bei Riexinger. Man beschädige schließlich nicht »sein bestes Pferd im Stall«.
Und auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heike Hänsel sowie die die Landesvorsitzende der Linken im Saarland, Astrid Schramm, verurteilen die verbale Attacke auf Wagenknecht. Es sei besonders dumm, die bekannteste Politikerin der Partei aus den eigenen Reihen zu beschädigen. Zudem mache es keinen guten Eindruck, wenn sich »die Parteivorsitzenden der Linken mit der Entscheidung zur Spitzenkandidatur nicht abfinden wollen.«
Diese zerstrittene »Partei« steht momentan unter anderem in Berlin in der Regierungsverantwortung und macht sich Hoffnungen darauf, nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 auch auf Bundesebene an der Regierung beteiligt zu werden.
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