DFB-Bindenkickerinnen sind raus
DFB-Bindenkickerinnen sind raus
Datum: 04.08.2023 - 12:05 Uhr
»Grau is’ im Leben alle Theorie – aber entscheidend is’ auf’m Platz« - diese Fußballweisheit stammt von Alfred Preißler, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1959 für Borussia Dortmund in der höchsten deutschen Spielklasse kickte und dabei in 317 Spielen 187 Tore erzielte. Preißler wusste wovon er sprach, er wuchs als Arbeitersohn in einfachen Verhältnissen in der Malocherstadt Duisburg auf. Für ihn und seine Kameraden zählte zu jener Zeit nur das Spiel, eben »auf'm Platz«. Dikussionen um Prämien, politische Korrektheit, Gendergeschwurbel oder gar Regenbogenbinden gab es nicht. So ein Unfug wäre keinem zu jener Zeit auch nur annähernd in den Kopf gekommen. Die Mannschaft stand im Vordergrund, der Geist einer verschworenen Einheit, und auf dem Platz musste jeder Spieler Farbe bekennen - aber eben nicht regenbogenfarbig.
Heute ist das anders. Da läuft ein Haufen egozentrischer Ich-AG's über den Rasen, jeder darauf bedacht, eine medial möglichst gute Figur zu machen. Vor allem aber sind alle politisch linientreu auf Gleichschritt und Gleichklang gebürstet. Da muss man Toleranz gegenüber Jedem üben und in einem Interview alle 69 Geschlechter fehlerfrei aufsagen können - und bloß keines vergesen, damit nicht nach dem Interview ein Shitstorm der nicht berücksichtigten Minderheit vom Zaun gebrochen wird.
Es reicht aber nicht, diese Toleranz nur einfach vorzuspielen, man muss sie auch voller Inbrunst nach außen darstellen. Da sind dann Diskussionen um Regenbogenbinden oder mit anderen ach so wichtigen politischen Aussagen vordringlicher als Besprechungen über die Taktik gegen den kommenden Gegner. Nun ja, wer die Prioritäten derart verschiebt, der braucht sich auch nicht zu wundern, wenn die Leistungen auf dem Platz entsprechend miserabel sind.
Der DFB täte gut daran, weniger linientreu zu politisieren und sein Hauptaugenmerk wieder darauf zu verlegen, was wirklich wichtig ist: auf'm Platz. Das wusste Alfred Preißler vor 70 Jahren und daran hat sich bis heute nichts geändert. Andere deutsche Sportverbände wissen das, zum Beispiel der Deutsche Eishockeybund. Da wird nicht politisiert, sondern in schwarz-rot-gold gekämpft - mit Erfolg!
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