Deutschlands Handballer als Gruppensieger im Halbfinale

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Deutschlands Handballer als Gruppensieger im Halbfinale
Datum: 24.01.2019 - 10:25 Uhr

Die aktuell ausgetragene Handballweltmeisterschaft biegt auf die Zielgerade ein. Die Mannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB) trifft im Halbfinale morgen am Abend um 20.30 Uhr in Hamburg auf das norwegische Team. Im zweiten Halbfinale stehen sich Frankreich und Dänemark gegenüber. Die deutsche Mannschaft hat die Besucher in den Hallen in Berlin und Köln wie auch die Fernsehzuschauer zu begeistern verstanden. Anders als »Die Mannschaft«, die millionenschweren Balltreter von Löw, welche bei der WM in Russland jegliche Leistung verweigerten, »hauen« die Handballer bei jedem Spiel »alles raus« (Handball ist ein rauer Sport mit einer manchmal rauen Sprache). Ganz anders, als die medienkonformen, weichgespülten Multimillionäre, die Herren Fußballer.

Doch es erhebt sich Kritik am deutschen Handball: er sei zu weiß, zu deutsch, zu wenig multikulturell, mockieren sich Nörgler und selbsternannte Experten.

Tatsache ist, dass in der deutschen Handballnationalmannschaft lediglich ein einzige Spieler einen Migrationshintergrund hat: der für den verletzten Martin Strobel nachnominierte Tim Suton ist der Sohn eines kroatischen Vaters. Ansonsten aber fehlen die vom Fußball bekannten multikulturellen Erscheinungsformen. Es gibt keine Özils, die sich mit ausländischen Despoten ablichten lassen; keine Boatengs, keine Gnabrys, keine Tahs und wie sie alle heißen.

Bei den Handballern aber gibt es auch keine Ich-AG´s, wie man es bei den Fußballern so oft sieht. Keine selbstverliebten Egomanen, deren Ansinnen es einzig und allein ist, in den Medien so gut wie möglich wegzukommen und ihren ganz persönlichen Marktwert weiter zu steigern.

Die Handballer verkörpern das, was die Fußballer gerne propagandistisch verkünden, es aber umzusetzen nicht in der Lage sind: die Handballer SIND eine Mannschaft. Nicht immer pflegeleicht, nicht immer angepasst, nicht immer sich dem Mainstream unterwerfend. Aber sie sind eine Mannschaft - DIE Mannschaft.

Und um noch einen draufzusetzen: ALLE Spieler und das GESAMTE Trainerteam singen die Nationalhymne lautstark mit.

Sven von Storch

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