Deutschland wird die Europameisterschaft 2024 austragen
Deutschland wird die Europameisterschaft 2024 austragen
Datum: 28.09.2018 - 11:04 Uhr
Deutschland wird die Fußballeuropameisterschaft 2024 als Gastgeber austragen. Das hat das UEFA-Exektuvkomitee, bestehend aus 17 Mitgliedern, gestern in Nyon entschieden. Der Zuschlag erfolgte gegen den einzigen Konkurrenten Türkei, der damit zum vierten Mal mit seiner Bewerbung unterlag. Bereits wenige Augenblicke nach der Verkündung des Zuschlags begann die Selbstbeweihräucherung einiger deutscher Politiker und anderer »Größen«, die den Ausgang dieser Entscheidung als ihren eigenen Verdienst zu reklamieren versuchen.
Welche Gründe die 17 Mitglieder des Exekutivkomitees der UEFA für die Vergabe der Fußballeuropameisterschaft an Deutschland haben, ist unbekannt. Ein Aspekt dürfte allerdings beim direkten Konkurrenten Türkei zu finden sein. Die dortige politische Situation ist durch die von Erdogan forcierte Abschaffung der Demokratie wenig geeignet, das entsprechende Vertrauen aufzubauen. Nun ist es nicht so, dass sich die Merkel-Regierung als Paradebeispiel einer echten Demokratie darstellt; im September 2015 hat Merkel höchstpersönlich am Parlament vorbei sich selbst zu diversen Rechts- und Gesetzesbrüchen ermächtigt.
Das von Heiko Maas initiierte Zensurgesetz wurde von der Menschenrechtskommisson der UN als Verstoß gegen elementare Menschenrechte kritisiert. Kritische Stimmen an der Merkel-Regierung werden diskriminiet, diskreditiert, kriminalisiert und/oder auf anderen Wegen mundtot gemacht. So groß sind die Unterschiede zu dem Erdogan-Regime in der Türkei auf diesen Sektoren also nicht.
Ein echter Pluspunkt könnten die Sportstätten sein. Denn anders als in der Türkei existieren die zehn für die Ausrichtung der Spiele vorgeschlagenen Stadien bereits und sind alle in einem hervorragenden Zustand. Doch das ist kein Verdienst der Politik. Die meisten Stadien befinden sich im Eigentum der Vereine, die dafür selbst das Geld aufgebracht haben; oder aber sie gehören der Kommune und er Verein muss für die Nutzung der Sportstätte horrende Mieten zahlen.
Und dann schwebt da immer noch als ein möglicher Grund der Vergabe die unmittelbare finanzielle Zuwendung an die Entscheidungsträger im Raum. Zu beweisen sein wird das nicht. Aber man denke nur an die ominösen sechs Millionen Euro, Franz Beckenbauer und das Sommermärchen 2006. Bis heute ist dieses Thema ungeklärt.
Bei einem anderen, leistungsfähigen Bewerber (zum Beispiel England) wäre die Entscheidung vermutlich anders ausgefallen.
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