Deutschland ist Verursacher des Anstiegs beim Gaspreis
Deutschland ist Verursacher des Anstiegs beim Gaspreis
Datum: 24.12.2021 - 09:37 Uhr
Es ist ein falsches Spiel, das in den deutschen Medien und von Altparteienvertretern hierzulande in Bezug auf die Gaspreise gespielt wird. Denn Deutschland bekommt nicht, wie seitens jener Gruppen behauptet wird, weniger Gas als vereinbart von Gazprom geliefert. Bei diesen Vorwürfen handele es sich um den Versuch, »alles auf den Kopf zu stellen«. Das sagt niemand anderer als der russische Staatspräsident Wladimir Putin.
Deutschland habe mit 51,4 Milliarden Kubikmetern geliefertem Gas bereits zehn Prozent mehr erhalten als in den langfristig geschlossen Verträgen vorgesehen ist. Zudem sei ein Großteil des gelieferten Gases unterhalb des jeweiligen Marktpreises und auch unterhalb des vereinbarten Vertragspreises gehandelt worden. Der deutsche Verbraucher könte also von günstigem Gas aus Russland profitieren, wenn seine Regierung diese Vorzugspreise an ihn weitergeben würde. »Wir liefern Gas an Deutschland unter langfristigen Verträgen, und der Preis ist drei bis vier, sogar sechs bis sieben Mal billiger als am Spotmarkt«, sagte der russische Präsident.
Aber das scheint politisch nicht gewollt zu sein. Wahr ist vielmehr, dass Deutschland mit dem billig eingekauften Gas immense Gewinne realisiert und dieses Geld in den Staatssäckel fließen lässt. Ein Teil des Gases aus Russland verkaufte Deutschland für überhöhte Preise an Polen und vor allem an die Ukraine. Dorthin gingen täglich drei Millionen Kubikmeter Gas, das brächte Deutschland einen Gewinn von etwa drei Millionen US-Dollar - täglich!
Gasprom liefere die garantierten und abgefragten Mengen an Gas. Das bestätigen auch die deutschen Geschäftspartner RWE und Uniper. Wer also behauptet, das Russland, Gasprom oder Putin künstlich durch einen beabsichtigten Engpass bei den Gaslieferungen den Preis hochtreibe, der verbreitet Falschmeldungen.
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