Deutschland hinkt in der Digitalwirtschaft hinterher
Deutschland hinkt in der Digitalwirtschaft hinterher
Datum: 27.09.2019 - 11:20 Uhr
Die jüngst von der Schweizer Hochschule IMD veröffentlichte Rangliste der der leistungsfähigsten Digitalökonomien der Welt sollte ein Weckruf für die Merkel-Regierung sein. Deutschland kommt nur auf Rang 17 und hinkt den in diesen Bereichen führenden Nationen USA, Singapur und Schweden deutlich hinterher. Selbst das kleine Finnland und die chinesische Sonderwirtschaftszone Hongkong platzieren sich klar vor Deutschland.
In einem Beitrag der Welt kritisiert Barbara Engels, Expertin für Digitalisierung beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, die Haltung hierzulande. »Was digitale Wettbewerbsfähigkeit anbelangt, lässt Deutschland große Potenziale ungenutzt«, wird sie in dem Beitrag zitiert. Die Digitalisierung durchdringe immer mehr Branchen, grundlegende Veränderungen der Wirtschaft gingen damit einher. Vor allem werden IT- und Software-Kenntnisse stark in der Automobilindustrie nachgefragt, doch die könnten hierzulande nicht bedient werden. Stattdessen mussten die deutschen Hersteller mit Anbietern aus dem Silicon Valley konkurrieren.
Für Engels ist Platz 17 »schon fast schmeichelhaft für die Situation«. Die deutsche Wirtschaft könne viel von den wesentlich kleineren Ökonomien lernen. Dazu bedürfe es aber, dass »Breitband wirklich an jeder Milchkanne verfügbar ist«, so die Expertin. Es ginge nicht alleine nur um die Innovationsfähigkeit der Unternehmen, sondern darüber hinaus müssen auch die Konsumenten mit digitalen Diensten und Produkten besser erreicht werden können.
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