Deutschland bei Waffenexporten weltweit auf Rang Vier

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Deutschland bei Waffenexporten weltweit auf Rang Vier
Datum: 09.03.2020 - 09:49 Uhr

Das schwedische SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) ist eine 1966 gegründete Einrichtung zur wissenschaftlichen Arbeit an Fragen von Konflikten und Kooperationen im Kontext globaler Entwicklungen bei Frieden und Sicherheit. Unter anderem wird der internationale Waffenhandel von SIPRI regelmäßig untersucht. Für das vergangene Jahrzehnt ergeben sich einige bemerkenswerte Zahlen.

SIPRI hat die vergangenen Jahrzehnte in zwei Fünfer-Blöcke aufgeteilt, also das Zeitfenster der Jahre 2010 bis 2014 im Summe mit dem Zeitraum der Jahre 2015 bis 2019 verglichen. Dabei hat sich ergeben, dass das von deutschen Altparteienvertretern und Medienmachern permanent als Feindbild Nummer Eins hingestellte Russland seine Waffenexporte um 18 Prozent zurückgefahren. Im Gegensatz dazu hat das Frankreich Macrons seine Exporte um unglaubliche 72 Prozent erhöht.

Der Zuwachs der deutschen Waffenexporte betrug zwischen 2015 und 2019 im Vergleich zu den ersten fünf Jahren des Jahrzehnts »nur« 17 Prozent. Deutschland rangiert mit seinem Anteil von 5,8 Prozent an allen Waffenexporten weltweit noch immer vor China und Großbritannien. Allein ein Drittel der deutschen Lieferungen ging nach Asien und Ozeanien, wo es keinen einzigen NATO-Partner gibt. 25 Prozent der Waffenlieferungen gingen in den Krisenherd des Nahen Osten - und damit genau so viel wie an andere europäische Länder. Der Rest von etwa 16 Prozent geht an amerikansiche und afrikanische Staaten.

Größter Einzelpunkt auf der Liste der deutschen Verkaufsschlager sind nach wie vor die U-Boote. Diese sind, anders als die atomar betriebenen Riesenboote aus den USA und Russland, sehr wendig und vor allem in den seichten Gewässern in Küstennähe einsetzbar. Ein besonders eifriger Abnehmer deutscher Wafffenprodukte ist Saudi-Arabien. Doch auch bei anderen Herstellern bedienen sich die Saudis eifrig. Jeder achte Waffenhandel (12 Prozent) weltweit hat das Königreich als Auftraggeber, deutlich vor Indien mit 9,2 Prozent und Ägypten (5,8 Prozent).

Sven von Storch

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