Deutsche Windkraft immer weniger effizient
Deutsche Windkraft immer weniger effizient
Datum: 21.07.2025 - 10:10 Uhr
Obwohl die Windkraft mit rund 43 Prozent immer noch den größten Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat, sank die Produktion um satte 18 Prozent. Laut DWD (Deutscher Wetterdienst) war der März 2025 der windärmste März seit Beginn der Messungen im Jahr 1950. »Der wetterbedingte Rückgang der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zeigt, wie wichtig eine Diversifizierung ist«, so UBA-Präsident Dirk Messner in einer Pressemitteilung. »Ein klimafreundliches Energiesystem kann nur durch einen konsequenten und beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien in allen Sektoren, kombiniert mit einem effizienten Stromnetz und ausreichender Speicherinfrastruktur, geschaffen werden.«
Dank des anhaltend schnellen Ausbaus von Solarzellen und der günstigen Sonneneinstrahlung stieg die Solarstromproduktion um 27 Prozent und erreichte in diesem Zeitraum einen Anteil von 34 Prozent am erneuerbaren Strom. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt rund 142 TWh erneuerbarer Strom erzeugt, verglichen mit 149 TWh im Vorjahr. Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch blieb dennoch stabil bei rund 54 Prozent – etwas niedriger als im Gesamtjahr 2024, als dieser 54,4 Prozent betrug. Der Ausbau von Solarzellen dominierte mit 7 GW Neuinstallation im ersten Halbjahr. Die Onshore-Windkraft legte um 1,9 GW zu, doppelt so stark wie im Vorjahr. Neue Offshore-Windkraftanlagen wurden in diesem Zeitraum nicht angeschlossen.
Die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen stieg um zehn Prozent, hauptsächlich aufgrund des kälteren Wetters und der verstärkten Nutzung von Holz und Wärmepumpen. Im Verkehrssektor stieg die Nutzung erneuerbarer Energien um sechs Prozent – wobei die Schiene weiterhin den Löwenanteil des Ökostromverbrauchs ausmacht. Um den Auswirkungen des zunehmend unzuverlässigeren Wetters entgegenzuwirken, seien künftig laut UBA sowohl ein schnellerer Ausbau als auch eine bessere Infrastruktur erforderlich.
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