Deutsche Qualitätsmedien verändern Comeys Aussage zu Propagandazwecken

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Deutsche Qualitätsmedien verändern Comeys Aussage zu Propagandazwecken
Datum: 09.06.2017 - 08:51 Uhr

Hier die Aussage von James Cormey im Original: James Cormey in senate hearing

Die deutschen Altparteienpolitiker und die »Qualitätsmedien« setzen ihren Kreuzzug gegen den US-Präsidenten Trump in unverminderter Schärfe fort. Die Anhörung des ehemaligen FBI-Chefs James Cormey vor dem US-Senat scheint einigen von ihnen nun neue Munition zu liefern, um die Angriffe gegen Trump fortsetzen zu können. Das ihnen dabei gewollte redaktionelle »Fehler« unterlaufen, zum Beispiel bei der Übersetzung, gehört wohl zu den Aspekten, die als Mittel zum Zweck geheiligt sind.

Bei der aktuellen Anhörung wurde James Cormey gefragt, warum er über ein bestimmtes Gespräch mit Präsident Trump ein Protokoll angefertigt habe. Cormey antwortete (im Video ab ca. 1:30 min), dass es ihm aufgrund der Umstände (er war alleine mit dem Präsidenten, das Thema war kritisch, die ganze Situation war angespannt) geraten schien, ein Gesprächsprotokoll anzulegen.

Er, Comey, habe ganz ehrlich befürchtet, dass der Präsident über den Inhalt des Gespräches lügen könne; deswegen habe er es dokumentiert.

Comey sagte in dieser insgesamt zwölf Minuten dauernden Anhörung nicht ein einziges Mal, dass Trump gelogen HAT. Er sagte lediglich, er habe befürchtet, dass Trump über den Inhalt des Gespräches lügen KÖNNE. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.

Nicht jedoch für die deutschen »Qualitätsmedien«. Sie berufen sich genau auf diese Anhörung und stellen in den Raum, dass Comey den US-Präsidenten als Lügner bezeichnet habe. Das ist eine verkürzte und verfälschte Darstellung der Aussage.

In Deutschland haben Verkürzung, Verfälschung und Verschärfung gemachter Aussagen bereits Tradition. Bismarck verkürzte einst eine Mitteilung des Preußischen Königs an den französischen Kaiser. Diese modifizierte Nachricht hielt als »Emser Depesche« Einzug in die Geschichte.

Will das ZDF jetzt etwa auf Bismarcks Spuren wandeln? Und kassiert für eine derartige Verfälschung zu offensichtlichen Propagandazwecken auch noch die Zwangsabgabe vom so desinformierten deutschen Bürger.

Sven von Storch

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