Deutsche Panzer nach Litauen verlegt
Deutsche Panzer nach Litauen verlegt
Datum: 23.02.2017 - 08:43 Uhr
Es liest sich wie ein schlechter Scherz, ist aber nach Angaben unter anderem der »Welt« bittere Realität: die Bundeswehr stationiert 26 Panzer, darunter auch Kampfpanzer vom Typ Leopard A2, zur »Sicherung der Ostflanke der NATO« und zur »Abschreckung Russlands« in Litauen; rund 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
Insgesamt sollen bis zu 450 Bundeswehrsoldaten dem dann in Lettland stationierten NATO-Kontingent angehören. Das unter deutscher Führung stehende Bataillon soll rund 1.000 Soldaten aus mehreren NATO-Staaten umfassen. Angeblich fühlen sich die drei baltischen Staaten und Polen nach den höchst umstrittenen Ereignissen auf der Krim und in der Ostukraine von Russland bedroht. Mit der Stationierung dieser Einheiten, die in ähnlichen Umfang auch in Estland, Lettland und in Polen stattfinden, soll ein erhöhtes Maß an Sicherheit gewährleistet werden.
Es ist mehr als zweifelhaft, ob ein solcher Verband wirklich eine abschreckende Wirkung erzielen würde, so Russland denn Expansionspläne in Richtung Baltikum verfolgte. Unstrittig aber ist, dass die Stationierung deutscher Soldaten in rund 100 Kilometer zur Staatsgrenze in Russland durchaus als Provokation verstanden werden könnte. Bisher jedoch macht der russische Präsident Putin gute Miene zum bösen Spiel und hält sich mit durchaus angemessener Kritik wohltuend zurück.
Vielleicht sollten sich die Entscheidungsträger der NATO einmal darüber austauschen, ob die kriegstreibende Politik Obamas nach dessem Verschwinden aus der internationalen Politik noch angemessen sei. Gespräche zwischen NATO und Russland könnten durchaus mehr zur Erhaltung des Friedens beitragen als Aktionen wie die jetzige.
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