Deutsche Migrationspolitik ein schwerer Fehler
Deutsche Migrationspolitik ein schwerer Fehler
Datum: 12.10.2023 - 10:36 Uhr
Henry Kissinger wurde am 27. Mai 1923 in Fürth geboren. 1938 floh Kissinger mit seiner jüdischen Familie zunächst nach London, bevor kurz danach die Weiterreise in die USA erfolgte. Seit 1943 ist Kissinger US-Staatsbürger und seine politische Karriere ist hinlänglich bekannt und der eine oder andere dunkle Fleck auf seiner Weste kann ganz sicher nicht abgestritten werden.
Dass er selbst in hohem Alter noch einen realen Blick auf die Weltpolitik behalten hat, bewies Kissinger, als er im Mai des vergangenen Jahres für ein Ende des Ukraine-Krieges plädierte und Selenskij zu einer diplomatischen Lösung aufrief. Der lehnte diesen Vorschlag brüsk zurück und warf Kissinger vor, dieser benehme sich wie Hitler 1938 bezüglich der damaligen Tschechoslowakei.
Als gebürtiger Deutscher und Jude hat Kissinger fast schon selbstverständlich einen genauen Blick auf die Ereignisse in Israel und in seiner alten Heimat. Nicht nur, dass der Raketen-Terror der Hamas gegen Israel ihn schwer erschüttert hat, vor allem aber die Bilder dieses Ereignis feiernder Araber auf den Straßen der Hauptstadt haben Kissinger zutiefst getroffen, wie er in einem Interview mit der Welt sagte.
Dies ansehen zu müssen sei für ihn »schmerzlich«, sagt er wörtlich und sieht die Ursache, dass der ausgelebte Judenhass in deutschen Städten überhaupt möglich ist, in den »schweren Fehlern der deutschen Migrationspolitik«. Man könne nicht »so viele Menschen völlig verschiedener Kulturen, Religionen und Überzeugungen herein(zu)lassen, weil es Interessengruppen hervorbringt in den Ländern.« Und: »Was Israel passiert, kann auch Europa passieren.«
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