Deutsche Kirchenfürsten definieren den wahren Glauben neu
Deutsche Kirchenfürsten definieren den wahren Glauben neu
Datum: 10.03.2017 - 09:16 Uhr
Das Kreuz ist DAS Symbol des christlichen Glaubens. Überall auf diesem Erdball erkennen Christen einander an der Symbolik des »Kreuz-schlagens«, der Bewegung einer Hand vom Kopf zum Nabel und anschließend quer über die Brust. Ohne ein einziges Wort zu sprechen wissen sie, ob sie nun aus Südamerika oder Europa stammen, ob sie im tiefsten Afrika heimisch sind oder in Fernost, dass sie einen im Glauben vereinten Menschen vor sich haben. Und dort, wo sich »zwei in meinem Namen treffen, bin ich unter euch«, hatte Jesus gesagt.
Die Kirchenfürsten in Erfurt aber definieren den »wahren Glauben« neu. Einige Christen hatten im Erfurter Stadtteil Marbach ein zehn Meter hohes Holzkreuz als Zeichen ihrer Verbundenheit zu und mit ihrem Glauben und als Protest gegen den von der Gemeinde heimlich beschlossenen Bau einer Moschee errichtet. Das stieß sowohl den Kirchenoberen der Region wie auch dem Ministerpräsidenten Thüringens Bodo Ramelow (er gibt vor evangelischen Glaubens zu sein) sauer auf.
Der evangelische Pfarrer in Marbach, Ricklef Münnich, erklärte kurzerhand das Kreuz der Protestler als nicht zum Christentum gehörig. Es handle sich um »kein Christus-Kreuz«, soll er laut einem Bericht bei »katholisch.de« betont haben.
Ramelow geht in seinem Tweet sogar noch weiter. Er diffamiert nicht nur die Errichter des Kreuzes, sondern entwertet und beleidigt das Kreuz an sich. Wörtlich schreibt Ramelow unter Bezugnahme auf diesen Vorgang: »Kreuzzüge, Hakenkreuze oder Ku-Klux-Klan - die Traditionslinien sind erkennbar. Mit Glauben und Religion hat das nichts zu tun!«
Im christlichen Glauben gibt es keinen »wahren« oder «unwahren« Glauben. Das angeblich »richtige« oder »falsche« wird von den Kirchenoberen gerne vorgegeben. Aber niemand hat ihnen das Recht dazu gegeben, diese Regeln erlassen zu dürfen. Vielleicht sollten sich diese Herren die einleitende Sätze des apostolischen Glaubensbekenntnis noch einmal vornehmen: »Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.«
Da steht nichts davon, dass der Glaube von irgendwelchen Kirchen- oder Landesfürsten in irgendeiner Form umdefiniert werden kann. Gott respektive sein eingeborener Sohn Jesus Christus, der am Kreuz gelitten hat und die Sünden der Welt auf sich geladen hat, haben den Glauben definiert. Ihnen, und einzig und allein ihnen, steht dies zu.
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