Der Populismus in Deutschland steigt - sagt das Populismusbarometer
Der Populismus in Deutschland steigt - sagt das Populismusbarometer
Datum: 01.10.2018 - 10:56 Uhr
Deutschlands Wahlberechtigte werden immer populistischer. Das ist das Ergebnis des amheutigen Montag in Berlin vorgestellten Populismusbarometers, einer Studie, die vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und der Bertelsmann-Stiftung erstellt wurde. Das WZB wird staatlich finanziert, 75 Prozent kommen direkt aus dem Topf der Bundesrepublik (also aktuell der Merkel-Regierung), die anderen 25 Prozent werden vom Berliner Senat (aktuell Rot-Rot-Grün) beigesteuert. Wo die Bertelsmann-Stiftung politisch steht, sollte hinlänglich bekannt sein.
Das WZB und die Stiftung haben sich zusammen getan, um das Populismusbarometer 2018 zu erstellen. Bei diesen Hauptprotagonisten ist das Ergebnis der Studie daher auch wenig überraschend: der Populismus bei Deutschlands Wählern nimmt zu. Knapp jeder dritte Wahlberechtigte im Land ist populistisch eingestellt (30,4 Prozent). Das ist eine Zunahme von vier Prozent gegenüber 2017, heißt es unter anderem in einem Bericht der »tagesschau«, der sich auf die Studie bezieht. Die Gruppe der eindeutig unpopulistischen Wähler ist in der identischen Größenordnung geschrumpft.
Vor allem, so die Studie, nehme der Popuismus in der politischen Mitte zu. Davon profitiere vornehmlich die AfD. Befragt wurden jeweils im Mai und August etwa 3.400 Wahlberechtigte vom Meinungsforschungsinstitut Dimap zu ihren Einstellungen.
Als Indikatoren für Populismus dienten der Stiftung unter anderem auch die Zustimmung zu Aussagen wie der Wunsch nach mehr direkter Demokratie oder das Ansinnen, dass die Politiker im Bundestag - der Volksvertretung also - dem Willen des Bürgers folgen sollen (Seite 19 der Studie).
Merke: wer mehr direkte Demokratie will oder wer an die Volksvertreter den Anspruch hat, dass sie die Interessen des Volkes vertreten, ist laut Studie ein Populist.
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