Der Iran hat eine geheime Atomwaffenanlage
Der Iran hat eine geheime Atomwaffenanlage
Datum: 10.09.2019 - 12:03 Uhr
Dem Iran wird immer wieder vorgeworfen, sich nicht an die Rahmenbedingungen des Atomabkommens zu halten. Mit diesem Abkommen hat der Iran sich selbst dazu bereit erklärt, die Atomenergie lediglich zu friedlichen Zwecken zu erforschen, keinesfalls jedoch militärisch nutzen zu wollen. Doch offensichtlich scheint es bei der Auslegung dieser Details im Abkommen unterschiedliche Sichtweisen zu geben. Denn während man seitens der Machthaber im Iran immer wieder beteuert, dass man sich streng an die Auflagen halte, tauchen immer wieder Meldungen und Berichte auf, die stark von der iranischen Darstellung abweichen.
Israles Premierminister Benjamin Netanyahu trat gestern vor die Presse und erhob schwere Vorwürfe in Richtung des Regimes in Teheran. Dort habe man geheime Atomwaffenanlagen betrieben, sagte Netanyahu. Als Beweise legte er zahlreiche Satellitenaufnahmen vor, die eine Entwicklungsstätte nahe der Stadt Abadeh (etwa 150 Kilometer südöstlich von Isfahan) zeigen.
In der Zwischenzeit habe der Iran, nachdem man Wind davon bekommen habe, dass Israel von der Existenz der Anlage Kenntnis gewonnen hatte, dort alles wieder abgebaut, so Netanyahu. Er fordert die internationale Gemeinschaft auf, sich den von den USA gegen den Iran verhängten Sanktionen anzuschließen. Der Iran weist zwar die Vorwürfe zurück, führt seine Ausführungen aber quasi selbst ad absurdum.
Während man nämlich Israels Vorhaltungen als absurd bezeichnet, vermeldet man selbst ganz stolz, dass man »die Beschränkungen für unsere Forschung und Entwicklung, die durch das Abkommen auferlegt wurden,« aufgehoben zu haben. Laut Mitteilung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA wurden in der Anlage in Natanz (75 Kilometer nordöstlich von Isfahan) weitere Zentrifugen installiert, die zur schnelleren und leistungsstärkeren Urananreicherung genutzt werden könnten.
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