Der angebliche Frieden der NATO

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Der angebliche Frieden der NATO
Datum: 21.05.2025 - 11:10 Uhr

m 14. Mai 1955 wurde der Warschauer Pakt gegründet. Der Warschauer Pakt war also ein Verteidigungsbündnis, eine Reaktion auf den Beitritt der Bundesrepublik in die NATO. Noch einmal: Erst kam die NATO, dann der Warschauer Pakt.

Am 1. Juli 1991 wurde der Warschauer Pakt aufgelöst. Die NATO aber besteht noch immer, und hat heute nicht nur 12 Mitgliedsstaaten sondern 32. Abgesehen von wenigen Ausnahmen (wie Schweiz, Österreich, Malta, Irland, Zypern) sind eigentlich alle Staaten in Europa in der NATO. Die Zahl aller Einwohner in den NATO Staaten beträgt 972 Millionen.

Wurde die NATO je angegriffen? Nein, die NATO wurde nie angegriffen, und niemand hatte je die Absicht, die NATO anzugreifen. Die Hysterie um die Gefahr aus dem Osten war nichts weiter als Propaganda. Müsste denn die NATO nicht dichtmachen, wenn es keinen Feind mehr zu bekämpfen gibt? Noch eindringlicher gefragt: Könnte es theoretisch überhaupt noch einen Feind heutzutage in Europa geben?

Gute Frage. Die logische Antwort ist, dass es natürlich zumindest einen Feind geben muss, denn was sollte sonst die Existenz der NATO rechtfertigen? Daher hat die NATO entschieden, dass Russland der Feind der NATO ist. Es gibt ja auch sonst niemanden. Schauen Sie auf die Karte Europas. Da können die Russen machen was sie wollen. Die NATO braucht nun mal einen Feind, sonst müsste diese phantastische Organisation aufgelöst werden. Das geht natürlich nicht. Denn dann könnte ja der Frieden in Europa ausbrechen. Eine Horrorvision.

Russland wollte übrigens auch einst zumindest assoziiertes Mitglied der NATO werden. Ja, tatsächlich. Aber das ging natürlich nicht. Russland musste aus der Sicht des Kriegsbündnisses Feind werden und Feind bleiben. Und siehe da, nachdem die NATO Russland über viele Jahre ausreichend provozierte, kam es tatsächlich im Jahre 2022 endlich zu dem heiß ersehnten heißen Krieg.

Jetzt, endlich, kann Merz sich als Krieger hinstellen und Russland mit dieser Taurus Wunderwaffe drohen, und mit all den Milliarden, mit denen die Bundesrepublik eine angeblich richtige Armee aufbauen wird, denn die momentane Bundeswehr ist ein Schrotthaufen, mit dem niemandem Angst einzujagen ist. Der Sauerländer Merz ist zuversichtlich, dass das mit der neuen Armee ganz bestimmt klappen wird. Mehr als zuversichtlich sogar ist der Mann, ja, man könnte ihn als sozusagen wild entschlossen bezeichnen. Und wenn ihm das Geld für seinen geplanten Krieg ausgehen sollte ist auch das kein Problem. Sein Arbeitgeber, die Firma Blackrock, ist bereit, ihm all die Milliarden für die Aufrüstung und den Krieg zu leihen, die er nicht hat.

Sven von Storch

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