Demonstranten für ein buntes Deutschland stören Schweigemarsch für Mia
Demonstranten für ein buntes Deutschland stören Schweigemarsch für Mia
Datum: 04.01.2018 - 10:57 Uhr
Rund 400 Bürger der kleinen Gemeinde Kandel in Rheinland-Pfalz hatte sich zu einem Schweigemarsch zum Gedenken der 15-jährigen Mia zusammen gefunden. Die Teilnehmer zogen schweigend, in den Händen Kerzen haltend, durch den Ort, um sich schließlich vor dem Tatort, dem örtlichen Drogeriermarkt, zu versammeln. Dort war das Mädchen von ihrem Ex-Freund, einem angeblich gleichaltrigen »Flüchtling« aus Afghanistan mit mehreren Messerstichen auf bestialische Art gemordet worden.
Vor dem Drogeriemarkt hatte sich jedoch bereits eine etwa 30-köpfige Gruppe versammelt, um dort angeblich eine Mahnwache abzuhalten. Als der Gedenkzug vor dem Drogeriemarkt ankam, spannte die kleine Gruppe mitgeführte Schirme auf, um statt der passenden Andacht an Mia für ein »buntes Deutschland« zu demonstrieren. Die Mitglieder des Zuges fühlten sich von dieser vollkommen deplatzierten Stimmungsmache derart provoziert, dass sie gegen diese »Mahnwache« vorging. Laut einer Meldung der lokalen Zeitung »Rheinpfalz« vermuteten die Teilnehmer des Gedenkzuges hinter dem Aufspannen der Schirme eine Aktion der Antifa.
Zunächst tauschten die Gruppen verbale Angriffe und Beschimpfungen aus, bevor es dann zu leichten Rangeleien kam. Die Polizei schritt ein und trennte beide Gruppen voneinander. Dem Zug, der am Tatort beginnend einmal quer durch den Ort zum Tatort zurück verlief, hatten sich laut Polizeiangaben immer mehr »ganz normale Bürger der Stadt« angeschlossen, die ihrer Trauer Ausdruck geben wollten.
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