DEB-Team wird Vizeweltmeister
DEB-Team wird Vizeweltmeister
Datum: 30.05.2023 - 08:32 Uhr
Den Gewinn der Silbermedaille der deutschen Eishockeynationalmannschaft mit Begriffen wie sensationell oder phänomenal zu beschreiben, wird dem gesamten Auftreten der Spieler und dem Team dahinter nicht einmal ansatzweise gerecht. Sicher, der sportliche Erfolg mit der ersten Medaille bei einer Eishockeyweltmeisterschaft nach über 70(!) Jahren ist ein echter Höhepunkt. Mehr aber hat das Auftreten des gesamten Teams, beginnend beim Trainer und der sogenannten »Staff« über sämtliche Spieler bis hin zu den Reservisten einen mehr als nur nachhaltigen positiven Eindruck hinterlassen.
Die Jungs auf dem Eis trugen voller Stolz das Trikot mit den schwarz-rot-goldenen Applikationen und dem Bundesadler auf der Brust. Sie verkörperten in ihren Spielen die Tugenden, die man mit deutschen Nationalmannschaften gerne assoziiert: Einsatz, Kampfeswillen, mannschaftliche Geschlossenheit. Sie waren perfekte Repräsentanten dieser Werte, die man bei anderen angeblichen deutschen Nationalmannschaften schon lange vermissen lässt.
Auch der Trainer Harold Kreis trägt einen maßgeblichen Anteil an diesem Auftreten und dem damit verbundenen Gewinn der Silbermedaille. Nachdem die ersten drei von sieben Vorrundenspielen verloren gegangen waren, wurde das Erreichen des Viertelfinales von sogenannten Experten bereits laut angezweifelt. In einem Fernsehinterview sagte Kreis dann aus dem Brustton der Überzeugung heraus, dass die Mannschaft nun noch sieben(!) Finalspiele vor sich habe. Die Moderatoren stutzten, denn es standen ja nur noch die vier weiteren Vorrundenspiele auf dem Programm. Kreis rechnete ihnen vor: Vier Vorrundenspiele, ein Viertelfinale, ein Halbfinale, ein Finale – ergibt sieben Spiele. Und da alle Spiele zu gewinnen seien, seien es demzufolge sieben Finalspiele, so seine Argumentation.
Genau diese Überzeugung, dieses Selbstverständnis, diesen Optimismus, adaptierten die Spieler und begeisterten die vielen mitgereisten Fans und die Zuschauer in der Heimat. Für sie war es eine Selbstverständlichkeit, eine Pflicht und eine Ehre zugleich, die Farben schwarz-rot-gold bestmöglich zu repräsentieren und sich auf ihren Sport und ihre Leistungen zu konzentrieren. Da war kein Raum für woke quuer-gegenderte Regenbogen—Fisimatenten. Genau das ist ihnen gelungen; und sie haben damit die Latte für andere deutsche Nationalmannschaften – vor allem für die, die ich nur so nennen – sehr hoch gelegt.
Danke für diese Auftritte.
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